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Hofft trotz der US-Zölle auf europäische Stahl- und Aluminiumprodukte auf Ausnahmen für deutsche Firmen: Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier. Foto: Michael Kappeler

Handelsstreit

Altmaier: US-Strafzölle treffen deutsche Wirtschaft kaum

Berlin (dpa) - Die seit Freitag geltenden US-Zölle auf europäische Stahl- und Aluminiumprodukte werden nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kaum Auswirkungen auf die Konjunktur und die Wirtschaft in Deutschland haben.

Der Schaden für die deutschen Stahlkocher werde sich in Grenzen halten, sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Ich glaube, dass die Stahlexporteure aus Deutschland qualitativ so hochwertige Stähle für spezielle Anwendungen liefern, dass die US-Abnehmer gar nicht darauf verzichten können, die deutsche Seite nicht um ihre Marktanteile fürchten muss."

Auf die Möglichkeit, dass US-Präsident Donald Trump weitere Strafzölle erlässt und zum Beispiel den Export deutscher Autos verteuert, reagierte Altmaier gelassen: "Wir sollten uns nicht ins Bockshorn jagen lassen. Niemand in den USA hat behauptet, dass es diesbezüglich einen Automatismus gibt." Er habe in Washington auch Kongressmitglieder getroffen, denen sehr wohl klar sei, wie viele Jobs deutsche Unternehmen in den USA geschaffen haben. "Gerade die Autobauer", sagte Altmaier.

Der Vizevorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Carsten Linnemann, plädierte für weitere Verhandlungen der EU mit Washington. Die Europäische Union müsse "weiter mit den Amerikanern das Gespräch suchen, ohne sich kleinzumachen", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Der Vorsitzende der Konservativen im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), sagte, man sei für Gespräche offen, "bis hin zu einem neuen Anlauf für ein EU-US-Freihandelsabkommen". Allerdings dürfe sich die EU von Trump "nicht die Bedingungen diktieren lassen".

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