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Maschinen von British Airways: In der Abfertigung wird „outgesourct“, wie es Neudeuts ch heißt.

Diese Airline ist betroffen

Am Flughafen: Entlassungen am Check-in

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Erding - Neue Privatisierungsrunde am Flughafen München: British Airways entlässt ihr Abfertigungs-Personal, den sogenannten Customer Service.

British Airways war neben der Lufthansa die letzte Fluggesellschaft in München, die für die Abfertigung eigenes Personal an den Check-in-Schaltern beschäftigte. Das ist laut Gewerkschaft Verdi Vergangenheit: „Eine billige Handling-Gesellschaft wird die Abfertigung von British Airways zu Dumping-Preisen übernehmen, die den Mitarbeitern nur einen Mindestlohn zahlt“, erklären BA-Betriebsratsvorsitzender Ramin Boueshagi und Verdi-Gewerkschaftssekretär Ulrich Feder in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Entscheidung fiel in der Londoner Unternehmenszentrale von „BA“.

Mit den Arbeitnehmer-Vertretern ist längst eine zähe Auseinandersetzung um Abfindungen und einen Sozialplan entbrannt. „Die Arbeitgeberin setzt den Betriebsrat derzeit massiv unter Druck“, heißt es in der Mitteilung. So wollte British Airways zum Beispiel verhindern, dass der Münchner Betriebsrat einen eigenen lokalen Sozialplan abschließt. Gestern entschied das Arbeitsgericht München jedoch zugunsten der Arbeitnehmer und setzte hierfür eine Einigungsstelle ein. Auch die Einberufung einer Betriebsversammlung sollte per einstweiliger Verfügung untersagt werden. Verdi hat nun im Terminal 1 am kommenden Montagnachmittag zu einer Protestaktion aufgerufen. Die Gewerkschaft fürchtet, dass der Druck auf die Lufthansa wächst, die Abfertigung der Passagiere ebenfalls an eines der Billig-Unternehmen zu übertragen. „Wir haben da große Sorgen“, heißt es.

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