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Seit Mai 2013 will Verdi für die Amazon-Mitarbeiter in Deutschland eine Bezahlung nach dem Einzelhandelstarif erreichen. Foto: Jan-Philipp Strobel

Erneuter Streik der Amazon-Mitarbeiter in Leipzig

Seit Ostern wurde beim Versandhändler Amazon nicht mehr gestreikt. Jetzt meldete sich Verdi am Standort Leipzig wieder zu Wort.

Leipzig (dpa) - Mitarbeiter des US-Versandhändlers Amazon haben am Freitag in Leipzig gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi sprach von 450 Streikenden der Früh- und Spätschicht.

Amazon erklärte dagegen, "weniger als 390 Mitarbeiter" seien dem Aufruf von Verdi gefolgt, die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten sei regulär zur Arbeit erschienen. Nach Angaben des Konzerns wurde in den acht anderen deutschen Logistikzentren nicht gestreikt.

Die Mitarbeiter in Leipzig hätten mit der eintägigen Arbeitsniederlegung deutlich machen wollen, dass sie die Streikkette nicht abreißen lassen werden, sagte Verdi-Sprecher Thomas Schneider. "Die Leute sind auch nach zwei Jahren nicht müde."

Seit Mai 2013 will Verdi für die 9000 Mitarbeiter in Deutschland eine Bezahlung nach dem Einzelhandelstarif erreichen, Amazon sieht sich als Logistiker. Der US-Konzern lehnt die Aufnahme von Tarifverhandlungen strikt ab. Eine Einigung ist nicht in Sicht. Verdi plane für die Zukunft weitere Streiks bei Amazon, hieß es.

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