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Amazon verabschiedet sich von dem Konzept der Pop-Up-Stores.

“Nach ausführlichen Beratungen“

Üble Schlappe für Amazon: Unternehmen ändert jetzt die Strategie

Der Versandhaus-Riese Amazon wird das Konzept mit sogenannten Pop-Up-Stores nicht weiter verfolgen. Einen kompletten Rückzug aus dem stationären Handel bedeutet dies aber nicht.

Washington - Den Online-Handel beherrscht Amazon nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Doch bei dem Versuch, mit Amazon-Läden auch in den stationären Handel einzusteigen, musste das US-Unternehmen jetzt einen Rückschlag hinnehmen: „Nach ausführlicher Betrachtung haben wir beschlossen, das Pop-Up-Store-Programm einzustellen“, bestätigte Amazon gegenüber dem US-amerikanischen Wall Street Journal.

Amazon Pup-Up-Stores: Ladengeschäfte auf Zeit haben nicht funktioniert

Erst im vergangenen Jahr hatte Amazon begonnen, in mehreren US-Großstädten Pop-Up-Stores, also temporäre Läden, zu eröffnen, um dort einen Teil des Amazon-Sortiments zu verkaufen. Insgesamt soll es in den USA 87 solcher Filialen gegeben haben, die in leerstehenden Läden für einige Zeit eingerichtet worden waren. Auch am Kurfürstendamm in Berlin gab es vor Weihnachten für sechs Tage einen solchen Pop-Up-Store von Amazon. Doch offenbar stimmten die Zahlen bei diesem Projekt nicht, wie man aus der jetzigen Meldung schließen kann. 

Nach Schlappe für Amazon: Kampf um weitere Märkte wird fortgesetzt

Allerdings will sich Amazon nun nicht wieder komplett auf den Online-Handel zurückziehen. Mit gleich drei stationären Konzepten will das Versandhaus weitere Märkte erobern: Die Ladengeschäfte „Amazon Books“ und „Amazon 4-Stars“ sollen demnach weiter ausgebaut werden. Während in Ersteren Bücher verkauft werden, gehen in Letzteren Amazon-Produkte über den Tresen, deren Online-Bewertung vier Sterne übersteigt - die Top-Produkte also. Zudem sollen auch mehrere tausend neue „Amazon Go“-Supermärkte entstehen. 

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rjs

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