+
American Express muss Strafzahlungen in Höhe von 76 Millionen Dollar zahlen.

56 Millionen Euro Strafe

American Express büßt für Irreführung von Kunden

New York - American Express muss wegen irreführender Werbeversprechen und überhöhter Abrechnungen insgesamt rund 76 Millionen Dollar zahlen (55,5 Mio Euro). Grund sind kostenpflichtige Zusatzleistungen.

US-Aufsichtsbehörden bemängelten am Dienstag, dass Kunden für einen unvollständigen Schutz vor Identitätsklau zur Kasse gebeten worden seien. Andere Kunden hätten nicht um die Einschränkungen eines Programms gewusst, das finanzielle Erleichterungen etwa bei Arbeitslosigkeit versprach. Kunden im spanischsprachigen Puerto Rico hätten Unterlagen in Englisch erhalten.

American Express schaffte den Fall mit einem Vergleich aus der Welt. Der größte Teil des Geldes - nämlich mindestens 59,5 Millionen Dollar - kommt den geschädigten 335 000 Kunden zugute. Die restlichen 16,2 Millionen Dollar entfallen auf Strafzahlungen. Die fraglichen Produkte seien eingestellt worden, erklärte der Konzern.

Im Sommer hatte bereits die Großbank JPMorgan Chase wegen überzogener Kreditkarten-Gebühren eine Millionenstrafe zahlen müssen. Die Finanzkonzerne dürfte dies allerdings kaum schmerzen: American Express verdiente alleine in den ersten neun Monaten des Jahres unterm Strich rund 4 Milliarden Dollar.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ausländer und Hauptschüler finden schwerer Ausbildungsplätze
Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind für viele junge Menschen ohne Abitur in Deutschland deutlich schlechter. Besonders schwer haben es laut einer …
Ausländer und Hauptschüler finden schwerer Ausbildungsplätze
Amazon will Ladengeschäfte in Deutschland eröffnen
Immer mehr Leute kaufen online. Läden in den Innenstädten haben es deswegen ziemlich schwer. Nun geht der Online-Reise Amazon einen neuen Weg. Ist es eine Überraschung?
Amazon will Ladengeschäfte in Deutschland eröffnen
Ohne deutschen Pass gibt es kaum Aussichten auf einen Ausbildungsplatz
Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind für viele junge Menschen ohne Abitur in Deutschland deutlich schlechter. Wer es aber besonders schwer hat, offenbart eine …
Ohne deutschen Pass gibt es kaum Aussichten auf einen Ausbildungsplatz
Hunderttausende gegen Job-Abbau bei Ratiopharm-Mutter Teva
Der Teva-Konzern aus Israel ist ein global vernetztes Unternehmen - er kontrolliert auch den deutschen Medikamenten-Hersteller Ratiopharm. Die vorgesehenen Jobkürzungen …
Hunderttausende gegen Job-Abbau bei Ratiopharm-Mutter Teva

Kommentare