Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

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Anfang 2006 Anhebung der Gaspreise erwartet

- Hamburg/Berlin - Die Verbraucher in Deutschland müssen sich auf weitere Energiepreisanhebungen zum Anfang des kommenden Jahres einstellen. Nicht nur die Stromlieferanten, auch die Gasversorger drehen an der Preisschraube. Ostdeutschlands größter Energielieferant Mitgas hat nach einer Verteuerung eine weitere Anhebung im Visier. "Eine Erhöhung ist mehr oder weniger sicher", sagte Firmensprecherin Annekatrin Blasczyk.

Die Kosten für eine Kilowattstunde Heizgas stiegen um rund sieben Prozent auf 8,67 Cent brutto. Wer in einem Einfamilienhaus mit Erdgas heizt, zahlt nach der Mitgas-Preisrunde zum 15. Oktober bei einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden monatlich 9,66 Euro brutto mehr. Die Höhe der nächsten Preisrunde wolle das Unternehmen erst zum Jahresende bekannt geben, hieß es.

Nach Informationen der "Berliner Zeitung" bereiten auch die Gas-Endversorgertöchter des Eon-Konzerns (Eon Hanse, Thüga) ebenso wie die des Essener Konkurrenten RWE (Mitgas, Süwag) entsprechende Preisschritte vor. Zwar hüllen sich die Unternehmen zur Dimension der Preiserhöhungen noch in Schweigen. Doch sind Branchenkreisen zufolge erneut Preisanhebungen von gut zehn Prozent im Gespräch.

Eon-Hanse-Sprecherin Esther Seemann sagte: "Wir können definitiv sagen, wir halten die Preise in diesem Jahr stabil. Für das kommende Jahr ist noch keine Entscheidung getroffen worden über den Zeitpunkt einer möglichen Erhöhung oder über die Höhe." Experten gehen aber schon wegen der Ölpreisbindung des Gases von steigenden Preisen aus. Hinzu kommt, dass die starke Energie-Nachfrage durch Wachstumsländer wie China die Preise an den internationalen Energiemärkten in die Höhe schnellen lässt.

Auf Grund der unsicheren Lage am Weltmarkt verzögerten sich zuverlässige Aussagen über neue Gaspreise aber. "Im Moment wissen wir noch gar nichts, wir müssen die Ölpreise von November und Dezember abwarten und dann kurzfristig entscheiden", sagte Blasczyk.

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