Angeblich Gespräche über Fusion von LBBW und BayernLB

Hamburg - Im Fusionspoker der deutschen Landesbanken wird Medienberichten zufolge über einen Zusammenschluss der baden-württembergischen LBBW und der BayernLB gesprochen.

Ein Mitglied der baden-württembergischen Landesregierung sagte der "WirtschaftsWoche": "Es gibt Sondierungsgespräche auf der politischen Ebene." Ein Insider der BayernLB habe dies bestätigt, berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe.

Am Freitag hatte es ein Gespräch der Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg, Edmund Stoiber (CSU) und Günther Oettinger (CDU), gegeben. Danach hieß es offiziell, die beiden hätten sich gemeinsam mit ihren Finanzministern am Rande der Bundesratssitzung in Berlin getroffen, um "angesichts der aktuellen Veränderungen der öffentlich-rechtlichen Bankenlandschaft die Folgen für beide Länder zu erörtern". Sie hätten vereinbart, "auch angesichts der besonders engen und gewachsenen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern, diese Gespräche fortzusetzen."

In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag) hieß es, "Eingeweihte in Bayern" interpretierten diese Ausführungen als Fusionsvereinbarung. Es sei ein Punkt erreicht, an dem es kein Zurück mehr gebe.

Die "WirtschaftsWoche" schreibt weiter, nach Angaben eines Insiders der baden-württembergischen Landesregierung sei der künftige Hauptsitz der fusionierten Bank ein Konfliktpunkt zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Das Problem könne jedoch gelöst werden, indem zwei gleichwertige Sitze mit unterschiedlichen Schwerpunkten gebildet würden. Von Stuttgart aus könnte das Kreditgeschäft gesteuert werden, von München aus das Sparkassen-Zentralbank-Geschäft und die Versicherungsaktivitäten, hieß es.

Bisher waren die beiden Landesbanken in den Diskussionen um ein Zusammengehen der noch sieben unabhängigen Institute eher als Interessenten für die schwächelnde WestLB in Erscheinung getreten. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hatte bereits mehrfach ihren Willen zur Fusion mit den Düsseldorfern bekundet. Bayern will wiederum die Möglichkeiten für eine Kooperation zwischen der BayernLB und der WestLB ausloten.

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