Angebliches Angebot treibt MAN-Kurs hoch

MAN-Übernahme: - München/Södertälje - Gerüchte um ein angebliches Gegenangebot von VW und Investor haben den Kurs der MAN-Aktie in die Höhe getrieben. Die Papiere notierten zeitweise um mehr als drei Prozent im Plus bei 78,30 Euro. Hintergrund der Kursentwicklung waren Spekulationen, VW und die zur schwedischen Industriellenfamilie Wallenberg gehörende Finanzholding Investor AB, die zugleich zweitgrößter Scania-Aktionär ist, wollten ein Übernahmeangebot für MAN machen und 85 Euro je Aktie bieten.

Dies mache Sinn, sagte ein Händler. VW wolle die bestimmende Kraft in der geplanten Dreier-Allianz werden, um das Lastwagengeschäft von MAN mit der eigenen Lastwagensparte und Scania zusammenzulegen. Bei den Beteiligten wurden die Spekulationen aber zurückgewiesen.

Der Betriebsrat des schwedischen Lkw-Herstellers Scania begrüßte unterdessen die Rücknahme des milliardenschweren Übernahmeangebotes von MAN. Betriebsratschef Kjell Wallin erklärte: "Nun ist die Gefahr vorüber, dass jemand mit starken Eigeninteressen bei Scania Arbeitsplätze und Sicherheit aufs Spiel setzt."

Am Vortag hatte der Münchner MAN-Konzern nach monatelangem, erbittertem Widerstand aus Schweden seine Übernahmepläne aufgegeben. Scania-Chef Leif Östling hatte seinen schwedischen Landsmann und MAN-Chef Håkan Samuelsson persönlich scharf angegriffen. Nun will MAN einen freundlichen Zusammenschluss mit Scania und den Schwerlaster-Aktivitäten des größten Scania-Aktionärs Volkswagen anstreben.

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