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Angesichts der hohen Inflation: EZB-Ratsmitglied Knot rechnet mit Zinsanhebung

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Die Europäische Zentralbank (EZB)
Die Europäische Zentralbank (EZB) © Boris Roessler / dpa

Das niederländische Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Klaas Knot, rechnet angesichts der hohen Inflation mit einer ersten Zinsanhebung noch in diesem Jahr.

Frankfurt/Main - Das niederländische Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Klaas Knot, rechnet angesichts der hohen Inflation mit einer ersten Zinsanhebung noch in diesem Jahr. Eine Anhebung könnte die Notenbank im vierten Quartal dieses Jahres vornehmen, sagte Knot am Wochenende im niederländischen Fernsehen. Eine zweite Zinsstraffung könnte dann im Frühjahr 2023 erfolgen.

Wie zuletzt auch andere hochrangige Notenbanker stellte Knot Unterschiede zwischen der Eurozone und anderen großen Wirtschaftsräumen heraus. So befinde sich der Euroraum nicht in der gleichen Situation wie die USA, wo die Inflation vorrangig auf innere Gründe zurückgehe. Im Währungsraum komme der Großteil der Inflation dagegen aus dem Ausland, wogegen die EZB nicht viel tun könne. Der niederländische Notenbankchef gilt als Vertreter einer straffen Linie und Kritiker der sehr lockeren EZB-Ausrichtung.

Vergangene Woche hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde erste Hinweise auf eine straffere Geldpolitik gegeben. Hintergrund ist die hohe Inflation von zuletzt 5,1 Prozent im Euroraum, während die EZB mittelfristig nur zwei Prozent anstrebt. Lagarde blieb in ihren Äußerungen aber vage und ging nicht auf Details einer möglichen Kursänderung ein. An den Finanzmärkten werden für dieses Jahr Zinsanhebungen und das Ende des allgemeinen Wertpapierkaufprogramms APP für möglich gehalten. (dpa)

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