Ex-VW-Chef Martin Winterkorn und die Szene aus dem berühmten YouTube-Video.
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Martin Winterkorn: Das Landgericht Braunschweig hat nun die Betrugsanklage gegen den Ex-VW-Chef zugelassen.

Anklage zugelassen

Ex-VW-Chef Martin Winterkorn: Mit dieser Szene wurde er zur YouTube-Legende

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Nun ist es offiziell: Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn (73) muss sich im Zuge des Dieselskandals vor Gericht verantworten. Ein Rückblick auf die Szene, mit der er auf YouTube zur Legende wurde.

Braunschweig – Fünf Jahre – so lange ist es inzwischen her, dass der Dieselskandal bekannt wurde. Doch erst jetzt nähern sich die juristischen Einschläge der ehemaligen Konzernspitze. Das Landgericht Braunschweig hat nun die Anklage gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn zugelassen. Wie das Gericht mitteilte, bestehe ein hinreichender Tatverdacht gegen den inzwischen 73-Jährigen „wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs“. Wann der Prozess gegen den einstigen Top-Manager startet, ist noch unklar. Während Martin Winterkorn (meist „Wiko“ genannt) bei vielen Mitarbeitern im VW-Konzern – ähnlich wie der damalige VW-Vorstandschef Ferdinand Piëch (82, † 2019) – gefürchtet war, kannten viele Jüngere den damaligen VW-Boss vor allem wegen eines YouTube-Videos. Aufgenommen wurde das knapp viereinhalb Minuten lange Filmchen auf der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt im Jahr 2011.

Messerundgänge angeführt von der VW-Spitze – inklusive großer Gefolgschaft – waren damals Standard. Von ganz besonderem Interesse war im Herbst 2011 der neue Hyundai i30 – also ein direkter Konkurrent des Bestsellers VW Golf. Zu Beginn zeigt besagtes YouTube-Video Martin Winterkorn bei der Inspektion der Heckklappe des koreanischen Kompaktfahrzeugs. Danach marschiert der Top-Manager im Zweireiher einmal um das Fahrzeug herum und nimmt auf dem Fahrersitz Platz – der Filmer nutzt die Gelegenheit, und entert das Fahrzeug auf der Rückbank. Martin Winterkorn betätigt den Hebel der Lenkradverstellung. Die Lage scheint ernst, genauso wie die Miene des VW-Chefs. „Da scheppert nix“, motzt „Wiko“ knapp. Der VW-Chef wartet auf Erklärungen ... Den kompletten Artikel lesen Sie auf 24auto.de. *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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