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Die Staatsanwaltschaft wirft den Infinus-Managern vor, nach einem Schneeballsystem Zehntausende Anleger um Hunderte Millionen Euro betrogen zu haben. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Anklage im Dresdner Infinus-Finanzskandal in Sicht

Dresden (dpa) - 17 Monate nach Auffliegen des Infinus-Finanzskandals und der Festnahme von sechs Managern wegen Verdachts auf Anlagebetrug stehen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden vor dem Abschluss.

Derzeit werde die Anklageschrift erarbeitet, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Haase der Deutschen Presse-Agentur. "Die Arbeiten kommen gut voran. Ein Ende ist absehbar." Wann die Klage erhoben werde, könne er aber noch nicht genau sagen. "Die Arbeiten sind sehr aufwendig." Wann ein Prozess beginnen kann, ist daher auch noch nicht abzusehen.

Fünf der sechs Beschuldigten sitzen nach wie vor in Untersuchungshaft. Eine Entscheidung in der aktuellen, alle drei Monate fälligen Haftprüfung habe das Oberlandesgericht noch nicht getroffen, sagte Haase. Der sechste Manager, der ebenfalls im November 2013 festgenommen worden war, hatte sich kooperationsbereit gezeigt und war bereits im Februar vergangenen Jahres wieder freigekommen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, nach einem Schneeballsystem Zehntausende Anleger um Hunderte Millionen Euro betrogen zu haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe und der Beschlagnahme umfangreicher Vermögenswerte sind die meisten Firmen aus dem rund zwei Dutzend Unternehmen zählenden Geflecht zahlungsunfähig geworden. Die Forderungen belaufen sich nach Angaben des Insolvenzverwalters Bruno Kübler allein bei der Konzernmutter, der Future Business KGaA (Fubus), auf knapp zwei Milliarden Euro.

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