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Ein mysteriöser Betrugsfall um den Unister-Gründer Thomas Wagner.

Mann sitzt in Untersuchungshaft

Anklage im mysteriösen Betrugsfall um Unister-Gründer Wagner erhoben

Leipzig - Nun ist es soweit. In dem mysteriösen Fall um Unister-Gründer Thomas Wagner wurde nun Anklage gegen einen Finanzvermittler erhoben. Ihm wird Beihilfe zum Betrug vorgeworfen.

In dem mysteriösen Betrugsfall um den Unister-Gründer Thomas Wagner ist Anklage gegen einen Finanzvermittler erhoben worden. Dem 69 Jahre alten Mann aus Unna in Nordrhein-Westfalen werde vorgeworfen, das betrügerische Kreditgeschäft mit einem angeblichen israelischen Diamantenhändler eingefädelt zu haben, teilte ein Sprecher des Landgerichts Leipzig mit. Der Mann sitzt seit Juli in Untersuchungshaft.

Wagner soll dem „Diamentenhändler“ im Sommer in Venedig 1,5 Millionen Euro übergeben haben. Statt der versprochenen 15 Millionen Euro sei ihm im Gegenzug aber ein Koffer mit Falschgeld angedreht worden. Nur die oberste Lage von 20 000 Schweizer Franken sei echt gewesen. Auf der Rückreise von Venedig nach Leipzig starb Wagner (38) beim Absturz eines Kleinflugzeuges in Slowenien. Außer ihm kamen noch drei weitere Menschen ums Leben.

Dem Kreditvermittler wird Beihilfe zum Betrug vorgeworfen. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden lastet dem Mann noch einen zweiten, von Unister unabhängigen Fall an. Schon im Sommer 2015 soll eine Frau aus der Immobilienbranche mit der gleichen Masche betrogen worden sein. Statt einer Million Euro Kredit sollen ihr in Slowenien 7000 Schweizer Franken und ansonsten Falschgeld übergeben worden sein. Die Frau soll dem „Kreditgeber“ 100 000 Euro überreicht haben.

Bei den Unister-Ermittlungen arbeitet die Generalstaatsanwaltschaft Dresden mit den italienischen und slowenischen Behörden zusammen. Noch immer ist unklar, um wen es sich bei dem angeblichen israelischen Diamentenhändler gehandelt hat.

dpa

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