Anlagebetrug: Warnsignale für faule Versprechen

- Angesichts der steigenden Zahl von Betrügereien mit Kapitalanlagen fordert der Bundesverband deutscher Banken (BdB) Anleger auf, bestimmte Warnsignale zu beachten, um Ganoven das Handwerk zu legen und sich selbst zu schützen. Im Folgenden die wichtigsten Tipps der Finanzexperten.

Telefonkontakt

Obwohl gesetzlich verboten, nehmen viele unseriöse Anbieter den Erstkontakt zum Kunden per Telefon auf. "Hier gilt: Nicht auf ein Gespräch einlassen", rät der Bankenverband.

Gewinnversprechen

Astronomische Renditen verleiten den Anleger zu übereilten und unbedachten Entscheidungen. Als Faustregel gilt: Je höher das Gewinnversprechen, desto größer das Verlustrisiko. "Renditegarantien im zweistelligen Prozentbereich sind definitiv unseriös", warnt der Bankenverband.

Provisionen

Hohe Provisionsforderungen sprechen nach Einschätzung des Bankenverbandes dafür, dass der "Anlagespezialist" eher den eigenen Gewinn als den des Kunden im Sinn hat. Zeige sich, dass Provisionen verschleiert oder falsch ausgewiesen sind, sollten Anleger unbedingt die Finger von der Offerte lassen.

Auslandsadressen

Haben Vertragspartner oder Vermittler ihren Geschäftssitz in exotischen Ländern, können geschädigte Kunden rechtliche Ansprüche nur schwer durchsetzen. Die Werbung mit ausländischen Steueroasen sei oft nur ein Köder für gutgläubige Sparer.

Zeitdruck

Häufig setzen unseriöse Finanzberater Anleger mit dem Argument unter Druck, nur ein sofortiger Entschluss garantiere Spitzengewinne. Damit solle verhindert werden, dass man das Angebot sorgfältig prüfen kann. Doch die Erfahrung zeige, dass übereilte Entscheidungen oft bereut würden.

Folgegeschäfte

Nach einem ersten lukrativen Geschäft mit geringem Kapitaleinsatz unterbreiten die vermeintlichen Geldprofis dem Kunden ein neues Angebot, allerdings unter Einsatz einer erheblich größeren Anlagesumme. "Auch hier gilt: Nicht auf solche Angebote einlassen", warnt der Verband. Wer auf einen Anlagebetrüger hereingefallen ist, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten, raten die Bankexperten.

Hier finden Sie die Verbindung zu weiteren Tipps rund um die Themen Geld, Steuern, Vorsorge.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Traum-Swimming-Pool bei Aldi im Angebot - doch er hat einen großen Nachteil
Der Discounter Aldi hat seit einigen Tagen einen Aufstell-Pool im Angebot. Steht einem heißen Sommer mit Abkühlung im Garten also nichts mehr im Weg, oder?
Traum-Swimming-Pool bei Aldi im Angebot - doch er hat einen großen Nachteil
Rewe-Tweet zur WM geht voll nach hinten los - Supermarkt-Kette löscht ihn zerknirscht wieder
Ein eigentlich witzig gemeinter Tweet zum WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko von Rewe ging nach hinten los. Wenig später löschte die Supermarkt-Kette ihn wieder und gab …
Rewe-Tweet zur WM geht voll nach hinten los - Supermarkt-Kette löscht ihn zerknirscht wieder
China kündigt Strafzölle gegen USA für 6. Juli an
Peking hält sich im Streit mit Trump nicht zurück. Ein Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften ist wahrscheinlicher geworden. China lässt die Tür für …
China kündigt Strafzölle gegen USA für 6. Juli an
Trotz Unwetter: Versicherer erwarten normales Schadensjahr
Starkregen, Hagel und Überschwemmungen - schwere Unwetter wüteten zuletzt über Baden-Württemberg. Versicherer rechnen in Deutschland aber trotzdem mit einem normalen …
Trotz Unwetter: Versicherer erwarten normales Schadensjahr

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.