Anleger weltweit in Angst nach US-Bankendrama

Hamburg - Das Drama um die großen US-Investmentbanken Lehman Brothers und Merril Lynch infolge der Finanzmarktkrise haben weltweit Schockwellen an den Börsen ausgelöst.

Der Deutsche Aktienindex (DAX) fiel am Montag auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren und sackte kurzzeitig unter die Marke von 6000 Punkten. Auch die Aktienmärkte in Frankreich und Großbritannien verzeichneten starke Verluste. In Asien reagierten die Börsen ebenfalls mit einem dramatischen Minus.

Der jüngste Höhepunkt der Finanzkrise zwang vor allem die Aktien der Banken und Versicherungen in die Knie. An der deutschen Börse fielen Commerzbank-Aktien, Deutsche Bank und Postbank jeweils um mehr als 6 Prozent. Auch die Allianz-Aktien verbilligten sich um fast 6 Prozent, während der DAX zuletzt um gut 3 Prozent nachgab und wieder knapp über der 6000er Marke lag. An den Börsen in Paris, London und Zürich waren ebenfalls besonders europäische Finanzdienstleiter von Kurseinbrüchen betroffen.

Der französische CAC-40-Index brach um 3,28 Prozent ein, der Londoner FTSE 100 verlor 2,69 Prozent. Für den EuroStoxx 50 ging es um 3,09 Prozent nach unten. Der indische Sensex in Bombay mit 30 führenden Werten verlor nach nervösen Verkäufen 5,6 Prozent, in Taiwan und den Philippinen schlossen die Börsen jeweils gut 4 Prozent tiefer. Die Börse in Sydney verzeichnete dagegen zunächst nur leichte Verluste. Die asiatische Leitbörse in Tokio sowie die chinesischen Börsen waren am Montag geschlossen.

An der Londoner Börse verloren die Aktien von Barclays 6,85 Prozent. Die drittgrößte britische Bank hatte am Sonntag ein Angebot für die schwer angeschlagene US-Investmentbank Lehman Brothers wegen mangelnder staatlicher Garantien zurückgezogen. In Paris brachen die Papiere der Société Générale um 7,84 Prozent ein, die von Crédit Agricole um 7,38 Prozent, und in Zürich sackten die Aktien der UBS um 7,82 Prozent ab.

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