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Fast jeder vierte Fernzug kam im Oktober zu spät.

Anschläge machen Bahn noch unpünktlicher

Berlin - Das neue Pünktlichkeitsportal der Deutschen Bahn zeigt für Oktober schlechtere Zahlen als bisher, vor allem Fernverkehr. Doch das Transportunternehmen kann die Verspätungen plausibel erklären.

Fünf Minuten zu spät sind immer noch pünktlich, jedenfalls nach den Richtlinien der Bahn. Nach dieser Definition ist allerdings im Oktober nahezu jeder vierte Fernzug zu spät gekommen. Schuld waren nach Angaben des Konzerns vom Freitag die Brandanschläge zur Monatsmitte und zahlreiche Baustellen.

Die Pünktlichkeitsquote für Nah- und Fernverkehr sank auf 91,7 Prozent - 0,8 Punkte weniger als im Vormonat. Im Fernverkehr aber ging der Prozentsatz der pünktlichen Züge um fast drei Punkte von 79,2 auf 76,3 Prozent zurück. Im Nahverkehr lag dieser Wert mit 92,1 Prozent nur leicht unter dem von September (92,9 Prozent). Schon vor einem Monat waren jedoch die Werte im Vergleich zum August leicht gesunken. Damals hatte die Bahn eine Gerölllawine auf der vielbefahrenen Rheinstrecke und mehrere Großereignisse wie Papstbesuch und Oktoberfest dafür verantwortlich gemacht.

Diesmal war es die Anschlagsserie in und um Berlin, die über mehrere Tage zu massiven Verspätungen im Fern- und Nahverkehr führte. “Allein in der Woche nach dem ersten Anschlag vom 10. Oktober waren mehr als 2.600 Züge des Personenverkehrs um rund 70.000 Minuten, also mehr als 1.100 Stunden oder 48 Tage, verspätet“, rechnete die Bahn vor. Auch die “deutlich überdurchschnittliche“ Anzahl an Baustellen habe Pünktlichkeitseinbußen im Oktober zur Folge gehabt.

Die Pünktlichkeitsstatistik bildet die mehr als 800.000 Fahrten von Personenzügen eines Monats ab. Mehr als 20.000 davon sind Fern- und rund 780.000 Nahverkehrszüge inklusive S-Bahnen. Die Deutsche Bahn AG bewertet die Pünktlichkeit sowohl bei der Abfahrt am Startbahnhof als auch bei der Ankunft an den Zwischenstationen sowie am Zielbahnhof.

dapd

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