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Anschluss-Miete: Telekom will mehr Geld

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- Bonn - Über die Höhe der Miete für den Telefonanschluss zum Endkunden bahnt sich erneut ein Streit zwischen der Telekom und ihren Wettbewerbern an. Während der Bonner Riese bei der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post einen Preis von 17,40 Euro beantragte, fordern die Konkurrenten eine weitere Absenkung auf unter 10 Euro. "Wir werden sach- und kostenorientiert entscheiden, wie wir das in der Vergangenheit auch gemacht haben", sagte der Präsident der Behörde, Matthias Kurth.

Er zeigte sich über das Vorgehen der Telekom wenig überrascht. Maßgeblich für die Anschlussmiete seien die vorgelegten Unterlagen. Dabei müssten die Kostenpositionen plausibel begründet sein. Eine Entscheidung soll Ende April fallen. Derzeit darf die Telekom monatlich 11,50 Euro verlangen. Der Verband der Telekom-Wettbewerber VATM bezeichnete die Preisvorstellungen des Ex-Monopolisten dagegen als "Mondpreise".

Auch in der Telekommunikation gebe es wie in vielen anderen Bereichen Effizienzfortschritte und damit Kostenvorteile, sagte Kurth weiter. Dass die Telekom mit ihrem Antrag durchkommt, halten Branchenkenner daher für unwahrscheinlich.

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