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Die größten Verlierer waren die Anteilsscheine der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS). Foto: Von Annette Reuther

Anleger haben Angst

Anstehendes Referendum setzt italienischen Bankenaktien zu

Rom (dpa) - Das Referendum über eine Verfassungsänderung in Italien in weniger als einer Woche setzt den Bankenaktien zu.

Die größten Verlierer waren am Montag die Anteilsscheine der Krisenbank Monte dei Paschi di Siena (MPS): Der Kurs der Aktie des ältesten Geldhauses der Welt brach am Vormittag um rund 15 Prozent ein und wurde an der Mailänder Börse wegen der starken Kursverluste zeitweise nicht gehandelt.

MPS sitzt auf einem Berg fauler Kredite und ist gerade dabei, sich nach der im Sommer geglückten Rettung neu aufzustellen. Schwerpunkt der Sanierung ist eine Kapitalerhöhung um fünf Milliarden Euro, der die Hauptversammlung in der vergangenen Woche zugestimmt hatte. Am Montag begann eine fünftägige Frist, in der Halter bestimmter Anleihen diese zum Tausch in Aktien einreichen können.

Nicht nur Monte dei Paschi di Siena hatte einen schlechten Wochenstart: Für die Papiere der italienischen Großbank Unicredit ging es um dreieinhalb Prozent nach unten. Die Aktien der Konkurrentin Intesa Sanpaolo fielen um 2 Prozent.

Anleger fürchten im Falle eines "Neins" beim Referendum am 4. Dezember politische und damit auch wirtschaftliche Unsicherheit. Denn Premierminister Matteo Renzi hatte angekündigt zurückzutreten, wenn er seine Reformpläne nicht durchsetzen kann.

Bericht Financial Times

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