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2013 waren circa 29 Prozent der leitenden Angestellten Frauen.

Weibliche Vorgesetzte

Mehr Frauen haben Führungspositionen

Berlin - Auf dem Chefsessel sitzen mehr Frauen. Seit 2001 ist die Zahl zwar gestiegen, doch die weiblichen Vorgesetzten verdienen immer noch weniger und arbeiten dafür mehr.

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist einer Studie zufolge zwar gestiegen - diese Entwicklung hat sich im Westen Deutschlands aber schon wieder abgeschwächt. Im Jahr 2013 waren rund 29 Prozent der leitenden Angestellten weiblich, sieben Prozent mehr als noch 2001, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Führungskräfte-Monitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht. Die Autorinnen untersuchten auch private Lebenswirklichkeiten von Führungskräften. Demnach erledigen Frauen immer noch den Großteil der Haus- und Familienarbeit, auch wenn sie in Führungspositionen arbeiten.

Männer verdienen 20 Prozent mehr

Die Studie stützt sich auf Daten der Langzeiterhebung Sozio-oekonomisches Panel. Demnach sind Frauen mittlerweile gleich häufig Vorgesetzte wie Männer. Ihnen sind aber deutlich weniger Mitarbeiter unterstellt, weil sie häufiger in kleinen und mittelgroßen Unternehmen in Führungspositionen arbeiten. Die Verdienstlücke ist laut Studie immer noch groß: Männer verdienen demnach 20 Prozent mehr. Im Jahr 2001 seien es allerdings noch 29 Prozent mehr gewesen, betonen die Autorinnen. Bei den Sondervergütungen wie Gewinnbeteiligungen oder Prämien erhalten Frauen weniger als Männer.

Vollzeitbeschäftigte Frauen arbeiteten 2013 im Schnitt 45 Wochenstunden - und wünschen sich wie Männer in Führungspositionen eine um sieben bis acht Stunden kürzere Arbeitszeit. Frauen wie Männer leiden laut Studie unter beruflichen Belastungen wie häufigem Zeitdruck.

Mütter in Führungspositionen bekommen in Westdeutschland ihr erstes Kind relativ spät, gut die Hälfte erst mit 30 Jahren oder später, wie die Auswertung der Daten ergab. In Ostdeutschland liegt dieses Alter bei 25 Jahren. Für West und Ost gleichermaßen gelte, dass Frauen in Führungspositionen seltener verheiratet sind als Männer und häufiger Single.

AFP

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