Apple beschenkt App-Käufer

Cupertino - Apple beschenkt einen App-Käufer mit 10.000 Dollar. Der Grund: Er oder sie hat dem Unternehmen einen sensationellen Rekord beschert. Apple kann die positiven Schlagzeilen gut gebrauchen.

Am Samstag knackte Apples App Store die Marke von 25 Milliarden heruntergeladenen Programmen. Damit hat sich das Tempo noch einmal deutlich beschleunigt: Für die erste App-Milliarde hatte Apple nach dem Start 2008 noch neun Monate gebraucht, die Marke von zehn Milliarden war erst im Januar 2011 durchbrochen worden. Demjenigen, der die 25milliardste App heruntergeladen hat, winkt ein iTunes-Gutschein im Wert von 10.000 Dollar.

Die positiven Schlagzeilen kann Apple gut gebrauchen: Das Unternehmen steht derzeit in den USA in der Kritik, weil es die Fertigung nach China auslagern will. Apple reagiert darauf mit einer Image-Kampagne: Eine vom kalifornischen Elektronikkonzern in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Apple in seiner Heimat 514.000 Jobs geschaffen oder unterstützt hat - „vom Ingenieur, der das iPad mitentwickelt hat, bis zum Paketboten, der es an Ihre Haustüre bringt“, wie Apple auf einer am Freitag freigeschalteten Website schreibt.

Steve Jobs (†) im Porträt

Steve Jobs (†) im Porträt

Die Studie ist Teil einer Charmeoffensive des neuen Konzernchefs Tim Cook. Der verstorbene Vorgänger und Apple-Gründer Steve Jobs hatte derartige Kritik meist an sich abprallen lassen. Cook fährt hier einen offeneren Kurs.

Apple beschäftigt nach eigenen Angaben 47.000 Menschen in den USA und 70.000 weltweit. Vor zehn Jahren seien es in den Vereinigten Staaten weniger als 10.000 gewesen. Ein großer Teil arbeitet in der Zentrale in Cupertino nahe San Francisco. Apple baut dort gerade einen komplett neuen Campus - was wiederum Arbeitsplätze schaffe, wie es hieß.

So trauert die Welt um Apple-Gründer Steve Jobs

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In die halbe Million US-Arbeitsplätze fließen auch all jene externen Entwickler ein, die Apps für das iPhone-Handy oder den iPad-Tabletcomputer kreieren. Das alleine sichert laut der Studie mehr als 210.000 Menschen ein Einkommen. Die Untersuchung stammt von der Beratungsgesellschaft Analysis Group.

Apple wehte in den vergangenen Monaten ein scharfer Wind entgegen. Der Konzern verdient mit seinen Erfolgsprodukten viele Milliarden. Das gelingt aber nur, weil die Geräte günstig bei Auftragsfertigern wie Foxconn in China produziert werden. Menschenrechtler und US-Medien kritisieren die dortigen Arbeitsbedingungen. Apple sah sich bereits gezwungen, Prüfern Zugang zu den Fabriken zu gewähren und will deren Berichte regelmäßig veröffentlichen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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