Ulrich Kranz, Mitgründer des Startups Canoo steht in Los Angeles bei einem Vortrag auf der Bühne und präsentiert ein neues Elektromobil.
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Apple Car? Der Topmanager Ulrich Kranz wechselt nun zu Apple - zuvor hat er unter anderem bei BMW Elektroautos entwickelt (Archivbild).

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Kommt bald das iCar? Apple holt nach Tesla-Experten auch Top-Mann von BMW

Die Gerüchteküche brodelt: Kommt bald das iCar? Apple entwickelt seit Jahren Technologie für autonomes Fahren. Jetzt sichert sich der US-Konzern den Top-Manager Ulrich Kranz.

Cupertino/Kalifornien - Macht Apple bald Tesla Konkurrenz? Eine Personalie des US-amerikanischen Technologiekonzerns lässt aufhorchen: Apple Car holt den ehemaligen BMW-Manager Ulrich Kranz ins Boot. Kranz war 30 Jahre lang bei BMW tätig und dort maßgeblich an der Entwicklung der Elektromobile i3 und i8 beteiligt. Im Anschluss hatte er mit Canoo ein Start-up für Elektroautos geführt.

Apple-Autos: Kranz arbeitet künftig mit Ex-Tesla-Experten zusammen

Bekannt ist bislang, dass Ulrich Kranz im Team von Doug Field arbeiten wird. Field war zuvor fünf Jahre lang bei Tesla tätig gewesen und hatte die Tesla Model 3 Produktion geleitet. Ursprünglich verließ Field Tesla 2018 nur kurzfristig, um „mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen“. Aus der Auszeit wurde jedoch ein Abschied, kurz darauf heuerte Field bei Apple Car an. Tesla-CEO Elon Musk hatte ihn als eine der „talentiertesten Führungskräfte im Ingenieurwesen“ bezeichnet.

Ulrich Kranz soll Apple zusammen mit Field zu Erfolg im Elektroauto-Bereich verhelfen. Apple soll ein autonom fahrendes Auto bis 2024 planen und Online-Berichten zufolge aktuell im Hinblick auf Akku-Lieferungen in Verhandlungen mit chinesischen Firmen stehen. Zu Beginn des Jahres waren Gerüchte im Umlauf, dass der südkoreanischer Automobilhersteller Hyundai ein Partner von Apple werden könnte. Einen Monat später war von einer Partnerschaft mit Kia die Rede. Apple bestätigte den Wechsel von Kranz offiziell, gab jedoch keine weiteren Details bekannt.

Apple Car: Bekommt Tesla jetzt Konkurrenz?

Apple ist nicht der einzige Konzern, der Tesla Konkurrenz machen will. Der deutsche Autobauer Volkswagen will im Bereich E-Mobilität zum Marktführer werden. Als Flaggschiff gilt der VW Trinity, der ab 2026 vom Band rollen soll. Tesla zeigt sich von den Entwicklungen bei VW und Apple derzeit noch unbeeindruckt und stößt selbst scheinbar in einen neuen Geschäftsbereich vor: Kürzlich wurde bekannt, dass Tesla sich den Markenschutz im Gastronomie-Bereich sicherte.

Möglicherweise baut der US-Konzern bald Restaurants an seinen Ladestationen Restaurants. Damit könnten sich Elektroautobesitzer die Wartezeit vertreiben, während ihre Autos laden. Die lange Ladezeit gilt derzeit als Achillesferse im Bereich der Elektromobilität. Volkswagen hat sich daher das Ziel „Laden so schnell wie Tanken“ auf die Fahnen geschrieben. Noch ist offen, ob Tesla, Apple, Volkswagen oder vielleicht sogar ein anderer Anbieter dieses Ziel als Erstes erreichen.

Nimmt man autonom gefahrene Strecken im Jahr 2020 als Richtwert, haben derzeit andere die Nase vorn: Cruise (General Motors) kam auf über eine Million Kilometer, Waymo (Alphabet) auf knapp eine Million und PONY.AI. auf über 300.000 Kilometer. Im Vergleich dazu lag Apple mit rund 30.000 Kilometern weit abgeschlagen zurück. Das geht aus Angaben von Forbes hervor. Trotzdem sorgt die Personalie Ulrich Kranz nun für neue Spekulationen.

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