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Apple: Emoji mit schwangerem Mann sorgt für hitzige Diskussionen: „Werbung für das fluide Geschlecht“

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Von: Patricia Huber

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Emojis auf einem iPhone
Mit dem neusten iOS-Update landen auf dem iPhone wieder über hundert neue Emojis. © Rene Traut/Imago Images

3.336 Emojis erleichtern uns tagtäglich die Kommunikation via Text - und regelmäßig kommen neue hinzu. Doch ein neues Bildchen sorgt nun für Aufregung.

München - Mit seinem neuesten iOS-Update hat Apple* für heftig Diskussionen gesorgt. Schuld daran ist aber nicht etwa eine neue Funktion, sondern ein Emoji. Mehr als hundert neue kleine Symbole für den Chat bringt die Version iOS 15.3 aufs iPhone*. Darunter eine leere Batterie, Hände, die ein Herz bilden, oder eine Discokugel. Auch neu ist ein schwangerer Mann - doch dieser Emoji sorgt für Kritik.

Apple: Wer entscheidet, welche Emojis auf dem Smartphone landen?

Aber von vorne. Wer entscheidet überhaupt, welche neuen Emojis künftig auf den Smartphones dieser Welt genutzt werden können? Dafür ist das sogenannte „Unicode Konsortium“ zuständig. Dabei handelt es sich um eine Art Jury, die die digitale Kommunikation vereinheitlicht.

Unicode setzt sich seit 2019 auch für mehr Geschlechtergerechtigkeit* ein und versucht, auch sexuelle Minderheiten zu integrieren. Hierbei soll nun auch der „Schwangere-Mann-Emoji“ helfen. Dieser soll schwangere Trans-Männer, nicht-binäre Personen und Frauen mit kurzen Haaren repräsentieren.

Schwangerer-Mann-Emoji: Soziologin kritisiert die Einführung

Doch die Soziologin Prof. Dr. Ulrike Ackermann zeigt sich gegenüber Bild kritisch, was den neuen Emoji angeht. „Hier wird Werbung für das fluide Geschlecht gemacht – der Annahme, dass das biologische Geschlecht nur eine soziale Konstruktion und frei wählbar sei. Das ähnelt der absurden Forderung mancher Aktivisten, nur noch von ‚menstruierenden Personen‘ zu reden. Indem man aber die Schwangerschaft oder Menstruation von weiblichen Geschlechtsmerkmalen abkoppelt, wird Weiblichkeit neutralisiert und somit bedeutungslos“, erklärt sie.

Auch auf Twitter ist bereits eine hitzige Diskussion über das neue Bildchen entbrannt. Ein Nutzer findet es positiv und schreibt „Und wenn sich nur eine Person besser repräsentiert fühlt, ist es ok. Bitte beschweren wir uns nicht wegen mehr Optionen.“ Andere merken an, dass der Emoji ja auch als „Mann mit Bierbauch“ genutzt werden kann, oder als Icon der Wahl, falls man zu viel gegessen hat. (ph) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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