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Apple App Store: Die Kalifornier haben mächtig Ärger mit dem Fortnite-Entwickler Epic Games.
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Apple App Store: Die Kalifornier haben mächtig Ärger mit dem Fortnite-Entwickler Epic Games.

Endspiel um den App Store

Apple: Wegen dieser Entscheidung droht dem iPhone-Hersteller jetzt Mega-Ärger - „Ich lach mich schlapp“

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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Apple hat mit dem App Store eine ganze Branche revolutioniert. Doch viele Anbieter sehen das Konzept kritisch. Jetzt erhöht der Fortnite-Hersteller Epic Games den Druck massiv.

  • Für Apple ist der App Store ein Riesengeschäft.
  • Viele Entwickler sehen die Plattform aber kritisch.
  • Jetzt nimmt der Fortnite-Entwickler Epic Games Apple wegen des App Stores ins Visier.

München - Der AppStore ist für Apple* ein Riesenerfolg geworden. Im vergangenen Jahr hat der Konzern Schätzungen zufolge brutto gut 54 Milliarden Dollar gemacht. 30 Prozent davon behalten die Kalifornier ein. Das wären locker 16,2 Milliarden Dollar. Der Rest landet bei den Entwicklern.

Doch das Geschäftsmodell sorgt in der Branche seit langem für Murren. Erst im Frühjahr 2019 hat der Musik-Streamingdienst Spotify gegen Apple eine Beschwerde eingereicht. Im Kern werfen die Schweden Apple vor, dass der Konzern keine alternativen Bezahlwege im App Store akzeptiere und damit sein quasi-Monopol für Apple-Produkte ausnutze. Außerdem bevorteile Apple auch den eigenen Streaming-Dienst Apple Music, behauptet Spotify.

Jetzt bekommt es Apple* mit einem weiteren mächtigen Gegner zu tun. Epic Games – Entwickler des weltweit populären Shooters Fortnite  – hat Apple vor einem US-Bundesgericht in Kalifornien verklagt. Apple versuche, „die Märkte zu kontrollieren, den Wettbewerb zu blockieren und Innovationen abzuwürgen“, heißt es in der 60-seitigen Klageschrift. Weltweit gibt es laut Epic 350 Millionen registrierte Fortnitespieler. Damit gehört die Community zu den größten Spieleplattformen im Netz.

Apple: Angriff von Epic Games von langer Hand vorbereitet

Die Attacke von Epic war offenbar von langer Hand vorbereitet und kam nur wenige Stunden, nachdem Apple Epic Games aus dem App Store verbannt hatte. Wenige Stunden später flog Epic auch aus dem Google Play Store.

Mit dem Schritt reagierten die beiden Branchenriesen darauf, dass Epic Games ein eigenes Bezahlsystem in seiner App installiert hatte. Damit habe der Spieleentwickler gegen die geltenden Richtlinien des App Stores verstoßen, teilte der iPhone*-Hersteller mit. Apple hatte die Regeln stets mit dem Hinweis verteidigt, User vor möglichen Betrügereien schützen zu wollen. Allerdings hatte der Konzern einzelnen Anbietern von Abo-Diensten wie Netflix auch gestattet, Verträge mit Nutzern auch auf ihren eigenen Webseiten direkt abzuschließen.

Apple: Epic Games will Fans gegen iPhone-Hersteller in Stellung bringen

Mit der Klage von Epic dürfte der Streit jetzt zum Endspiel um die Bedingungen in den App Stores von Apple und Google werden. Um den Druck auf den iPhone*-Hersteller weiter zu erhöhen, rief der Entwickler seine Nutzer dazu auf, sich bei Apple unter dem Hashtag #FreeFortnite zu beschweren. Außerdem hatte das Unternehmen auch gleich noch ein Video am Start. In dem Clip unter dem Titel „Ninteen Eighty-Fortnite“ nimmt eine Fortnite-Figur in Anlehnung an den berühmten Roman von George Orwell Big Brother ins Visier. Das Echo ist riesig. Bis Freitagmorgen hatten bereits rund 77.000 User den Spot gelikt.

Apple: Epic-Attacke sorgt für heftige Kritik bei Usern

In den sozialen Medien sorgt der Vorstoß für ein geteiltes Echo. Immerhin 77.000 User hatten den Spot bis Freitagmorgen gelikt. Allerdings hagelte es auch heftige Kritik. So stören sich viele User daran, dass der Fortnite-Entwickler für seine Kampagne „1984“ in Anspruch nimmt. „Sie vergleichen diesen Dumpfbacken-Scheiß im Ernst mit 1984? Ich lach mich schlapp, Bro“, schreibt ein Nutzer auf Twitter.

Für die größte Kritik sorgt aber die Zahlungsbereitschaft des Fortnite-Herstellers. „Epic, zahl Deine Miete oder lass es, genau wie der Rest von uns“, schreibt ein User. Apple, heißt es von vielen anderen, habe jedes Recht dazu, Geld für die Bereitstellung auf ihrem Marktplatz zu verlangen. Man gehe „ja auch nicht zu einem Abendessen mit Freunden, ohne seinen Anteil an der Rechnung zu bezahlen“. *Merkur.de ist Teil des Ippen Digital Netzwerks.

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