Apple Store: Die Kalifornier ziehen bei einer Design-Ikone jetzt den Stecker.
+
Apple Store: Die Kalifornier ziehen bei einer Design-Ikone jetzt den Stecker.

Chic, aber zu teuer

Apple schmeißt Design-Ikone aus dem Programm - und greift Konkurrenz jetzt direkt an

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
    schließen

Apple gilt als eines der erfolgreichsten Unternehmen weltweit. Doch manchmal müssen selbst die Kalifornier einen Rückschlag verkraften.

Cupertino – Der kalifornische Tech-Gigant Apple* zieht bei seinen großen HomePod-Lautsprechern den Stecker. Die vernetzten Drahtlos-Lautsprecher würden demnächst aus dem Programm genommen, teilte das Unternehmen jetzt mit. Künftig werde man sich nur noch auf den neueren und kleineren HomePod mini fokussieren, hieß es.

Apple hatte mit den 2018 eingeführten HomePods einen Schritt auf den rasch wachsenden Markt für vernetzte Heim-Lautsprecher-Systeme gemacht. Die HomePods sind die einzigen vernetzten Lautsprecher, auf denen Apples Sprachassistentin Siri genutzt werden kann. Allerdings blieb das Geschäft trotz des ikonischen Designs hinter den Erwartungen des Konzerns zurück. Aus Branchenkreisen heißt es, die Apple-Lautsprecher seien technisch top, im Vergleich zu Konkurrenz-Produkten wie etwa Amazon Lautsprechern allerdings deutlich zu teuer.

Apple: Offene Flanke im High-End-Bereich

Die HomePods kosten derzeit 329 Euro. Zum Marktstart hatte Apple die Geräte für 349 Euro in den Handel gebracht. Mit dem 99 Euro teuren HomePod mini greift Apple hingegen die Konkurrenten bei Lautsprechern mit Sprachassistenten direkt auf deren Spielfeld an. Apple verweist darauf, dass Technologien aus dem größeren Modell in die Entwicklung des HomePod mini eingeflossen sind - und man werde auch weiter innovative Audioprodukte entwickeln. Auch im Automobilbereich hat der Tech-Gigant ambitionierte Pläne - doch es fehlt ein Partner*.

Zugleich lässt die Einstellung des Original-HomePods für Apple eine Flanke im Geschäft mit vernetzten Hifi-Lautsprechern offen, das in der Corona-Pandemie einen kräftigen Schub erlebte. Bei Geräten von Soundspezialisten wie dem kalifornischen Branchen-Vorreiter Sonos* kann man Sprachassistenten der Konkurrenz wie Alexa und den Google Assistant einbinden, aber nicht Siri. *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare