Horror auf A8: Unbekannter wirft Pflasterstein auf fahrendes Auto

Horror auf A8: Unbekannter wirft Pflasterstein auf fahrendes Auto
+
Apple steigt mit einer Milliarde US-Dollar beim chinesischen Uber-Rivalen DidiChuxing ein. Foto: Peter Kneffel

Apple investiert eine Milliarde in Uber-Rivalen Didi

Das Fahrdienst-Geschäft in China ist heiß umkämpft. Als großer Investor stärkt Apple dem Marktführer Didi den Rücken im Rennen gegen den US-Anbieter Uber. Eine neue Ausrichtung für den iPhone-Konzern?

Peking (dpa) - Apple steigt mit einer Milliarde US-Dollar (880 Mio Euro) bei dem chinesischen Uber-Rivalen Didi Chuxing ein. Die strategische Investition des kalifornischen Computer- und Handy-Riesens ist ein Coup für den chinesischen Fahrdienst- Vermittler.

Dieser liefert sich auf dem schnell wachsenden chinesischen Markt einen heißen Konkurrenzkampf mit dem US-Anbieter Uber.

Konzernchef Tim Cook verkündete das Investment in den chinesischen Ridesharing-Anbieter und Taxi-Konkurrenten am Freitag in einem Telefoninterview mit der amtlichen chinesische Nachrichtenagentur. "Wir sehen eine Menge Möglichkeiten für eine engere Kooperation zwischen beiden Firmen", sagte Cook.

"Wir habe uns aus einer Reihe von strategischen Gründen für diese Investition entschieden, darunter die Chance, mehr über bestimmte Bereiche des chinesischen Marktes zu lernen." Das Investment des iPhone-Konzerns werde sich auszahlen, zeigte sich Cook überzeugt.

Wie Uber bietet Didi Chuxing, die früher Didi Kuaidi hießen, eine App für das Handy an, mit der Nutzer Autos mit Fahrer bestellen können. Beide Unternehmen liefern sich ein erbittertes Rennen um Kunden und Investoren. Auch subventionieren sie das Geschäft ihrer Fahrer kräftig, um Marktanteile zu gewinnen.

Im Februar räumte Uber-Chef Travis Kalanick ein, dass sein Unternehmen "über eine Milliarde Dollar" pro Jahr in China verliere. Didi hat nach Angaben von Experten einen größeren Marktanteil in China und bedient mehr als 400 Städte.

Die eine Milliarde US-Dollar ist die größte einzelne Investition, die Didi bisher erhalten hat, und macht Apple zum strategischen Investor. Hinter Didi stehen auch die chinesischen Internetriesen Tencent und Alibaba. Sein Marktwert wird auf 25 Milliarden US-Dollar geschätzt, nachdem es vor mehr als einem Jahr erst sechs Milliarden wert war.

Die Geschäfte von Apple auf dem extrem wichtigen Markt in China sind diesen Monat weiter unter Druck geraten, nachdem die Aufsichtsbehörden seine Online-Buch- und Film-Angebote ein halbes Jahr nach ihrem Start gesperrt hatte. Konzernchef Cook wird diesen Monat noch zu Gesprächen mit den Behörden in China erwartet.

Sein Unternehmen habe anhaltendes Vertrauen in die Entwicklung der zweitgrößten Volkswirtschaft, sagte Cook in dem Xinhua-Interview. Apple macht inzwischen rund ein Viertel seines Geschäfts in China, wo der Absatz allerdings deutlich nachgelassen hat.

Der Einstieg ins Fahrdienst-Geschäft in China weckte neue Spekulationen über die Pläne von Apple mit Autos und der wachsenden Vernetzung des Verkehrs mit dem Internet. Das Unternehmen aus Cupertino sieht sich zunehmend auch als Dienstleister und weniger als Hardware-Hersteller.

Uber zu Verlusten in China

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Siemens setzt bei Personalabbau auf Kompromissbereitschaft
Mit massiven Protesten haben Arbeitnehmervertreter auf die angekündigten Stellenstreichungen bei Siemens reagiert. Und weitere Demonstrationen sind geplant. Der Vorstand …
Siemens setzt bei Personalabbau auf Kompromissbereitschaft
Flughafen BER: Noch 30 "technische Risiken" im Terminal
Berlin (dpa) - In dem noch nicht fertiggestellten Fluggastterminal des neuen Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld bestehen derzeit etwa 30 "technische Risiken" von …
Flughafen BER: Noch 30 "technische Risiken" im Terminal
Strom bleibt 2018 teuer
Strom wird im kommenden Jahr wieder nicht günstiger - obwohl die Versorger etwas billiger einkaufen konnten und Umlagen zurückgehen. Geben die Konzerne Entlastungen …
Strom bleibt 2018 teuer
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen
Bonn/Frankfurt (dpa) - Die Deutsche Post ist mit Millionen erfundenen Briefen betrogen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittele in dem Fall, sagte ein Postsprecher.
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen

Kommentare