iPhone mit iOS14: Beim iPhone 12 muss Apple wohl eine harte Abwägung treffen.
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iPhone mit iOS14: Beim iPhone 12 muss Apple wohl eine harte Abwägung treffen.

Schwierige Abwägung

Apple: Spekulationen über Verbesserungen beim iPhone 12 - neues Gehäuse erinnert an einstiges Design

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
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Apple hat bei seinem jüngsten Event nicht das erhoffte iPhone 12 vorgestellt. Doch allzu lange dürfte es bis zum Start des neuen Smartphones jetzt nicht mehr dauern.

  • Apple hat das von vielen sehnsüchtig erwartete iPhone 12 bei seinem jüngsten Event doch nicht vorgestellt.
  • Bei der neuesten Generation musste der Konzern eine knifflige Entscheidung treffen.
  • Ein Detail im neuen iPad Air verrät, wofür sich die Kalifornier entschieden haben.

München - Apple* hat am vergangenen Dienstag (15. September) zwei neue Modelle seiner Apple Watch* präsentiert und dazu auch noch zwei aufgebohrte Varianten seines populären iPad.* Doch auf das heiß erwartete iPhone 12 warteten die Marken-Fans vergeblich.

Weltweit gehen die Apple-Auguren jetzt davon aus, dass der Konzern die neueste Version seines Flaggschiffs im Oktober an den Start schicken könnte.

Zahlreichen Berichten zufolge planen die Kalifornier beim iPhone 12 gleich vier Versionen mit Preisen zwischen 649 und 1399 Dollar: Zwei iPhone 12-Versionen mit 5,4- bzw. 6,1-Zoll Display sowie die beiden Premium-Varianten iPhone 12 Pro mit 6,1 Zoll und das iPhone 12 Pro Max mit 6,7 Zoll-Bildschirm.

Dazu hat Apple das Gehäuse überarbeitet. Die neueste Generation soll dabei Anleihen beim iPhone 5 nehmen. Wenn das so stimmt, dürfte Apple das Smartphone mit abgeflachten Kanten auf den Markt bringen.

Apple: Neuer Chip im iPhone 12

Dazu dürfte der Jahrgang 2020 des iPhones den neusten A14-Chip aus Cupertino bekommen. Er treibt bereits das am Dienstag vorgestellte iPad Air 4 an.

Doch ausgerechnet der neue Hightech-Baustein könnte jetzt für Diskussionen sorgen. Gerade mal überschaubare neun Prozent Performancezuwachs weise die neueste Prozessoren-Generation im Top-Modell gegenüber dem aktuellen iPhone 11 Pro Max aus, hat die Benchmarking-App AnTutu gemessen. Das wäre der niedrigste Wert in der Geschichte des iPhone. Üblicherweise steigern die Kalifornier die Eckwerte ihrer Powerhäuser erheblich stärker. Beim iPhone 12 hatten Beobachter mit einem Tempo-Upgrade um 40 bis 50 Prozent gerechnet.

Apple: Knifflige Ausgangslage

Der vergleichsweise moderate Rechenzuwachs klingt erst mal enttäuschend, könnte aber in der Praxis nicht allzu schmerzlich sein. Denn schon das iPhone 11 ist mit satter Rechenpower ausgestattet.

Außerdem könnte sich Apple um Konzern-Chef Tim Cook* möglicherweise ganz bewusst für einen geringeren Geschwindigkeitszuwachs beim A14 entschieden haben. Stattdessen könnte der Konzern sein Hauptaugenmerk bei der Entwicklung des A14 auf die Akku-Laufzeit gelegt haben.

Denn die im iPhone 12 erwarteten 5G-Modems fressen mehr Energie. Gleichzeitig steht im neuesten Apple-Smartphone aber wohl weniger Raum zur Verfügung, weshalb der für den Akku verfügbare Raum wohl eher schrumpft. In der Abwägung zwischen Tempo und Akkulaufzeit könnte Apple sich also möglicherweise dafür entschieden haben, die Nutzungsdauer zu sichern, und gleichzeitig den energie-intensiveren, aber schnelleren 5G-Datenstandard zu unterstützen.

Apple: Mehr Tempo - ohne Einbußen bei der Akku-Laufzeit

Sinnvoll wäre das durchaus. Denn auch mit dem iPhone 11 stoßen Nutzer im Alltag kaum jemals an Leistungsgrenzen und die Akku-Laufzeit reicht auch. Selbst bei intensivem iPhone-Einsatz kommen Apple-User knapp zwei Tage ohne Steckdose über die Runden. Wenn die Kalifornier diese Nutzungszeiten trotz des energie-hungrigeren 5G-Modems und geringeren Raumangebots zum iPhone 12 rüberretten, und außerdem auch noch schnelleres mobiles Internet ermöglichen, wären viele Apple-Fanboys wohl ziemlich happy. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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