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Apple plant Revolution - iPhone-Hersteller will völlig neues Marktsegment aufrollen

  • Markus Hofstetter
    vonMarkus Hofstetter
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Die Gerüchteküche brodelt schon seit einiger Zeit. Nun werden erste Details bekannt. Apple will sein Portfolio um ein völlig neues Produkt erweitern.

Cupertino - Samsung hat sie schon zur Serienreife entwickelt: faltbare Smartphones. Mit dem Galaxy Z Fold und dem Galaxy Z Flip verfügen die Koreaner sogar über zwei Modelle. Auch Motorola ist mit dem Razr 5G in vertreten. Es gibt schon länger Gerüchte, dass auch Apple in dieses Marktsegment einsteigen will. Nun scheinen die Pläne konkreter zu werden.

Der Analyst Ming-Chi Kuo hat erfahren, dass das erste faltbare iPhone 2023 erscheinen soll. Kuo wartet sogar mit weiteren Einzelheiten auf. Demnach ist Samsung der Lieferant des acht Zoll großen Displays mit QHD-Auflösung. Auch die Displaytreiber sollen von den Koreanern kommen.

Apple plant iPhone-Revolution: hybrides Betriebssystem könnte zum Einsatz kommen

Bei der Touchpanel-Technologie dagegen könnte Apple auf TPK zurückgreifen. TPK ist bereits seit mehreren Jahren ein Apple-Zulieferer.

Wie viel das faltbare iPhone kosten wird und welche Software darauf laufen wird, ist dagegen nicht bekannt. Es könnten iOS, iPad OS oder sogar eine Mischung aus beiden Betriebssystemen zum Einsatz kommen. Gizmodo hält die Hybridversion für wahrscheinlich, da mit dieser alle Vorteile des multifunktionalen Designs optimal genutzt werden.

Apple plant iPhone-Revolution: faltbares Modell soll Konkurrenz überholen

Kuo erwartet, dass Apple Verkäufe zwischen 15 und 20 Millionen Einheiten anstrebt. Damit würde der US-Riese mit einem Schlag die Konkurrenz überholen. Denn 2020 wurden 2,8 Millionen faltbare Smartphones verkauft, wobei rund 80 Prozent davon von Samsung kommen.

Doch Kuo geht davon aus, dass zukünftig jede große Smartphone-Marke ein faltbares Modell im Angebot haben wird. Wenn Apples Modell auf den Markt kommt, werden Samsung, Xiaomi, Motorola oder Oppo bereits die dritte oder vierte Generation produzieren.

Doch dies soll eher von Vorteil für Apple sein, da das Unternehmen von diesen Erfahrungen und der Weiterentwicklung von faltbaren Displays profitieren dürfte. Der Analyst glaubt, dass Apple mit seinen produkt-übergreifenden Ökosystemen und Hardware-Designs die beste Ausgangsposition in diesem Marktsegment hat.

Rubriklistenbild: © Sheldon Cooper/dpa

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