Ein Mac mit einem Apple-eigene ARM-Prozessor M1 steht neben einem Windows Notebook.
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Eine Intel-Kampagne zeigt Schwächen von Apple auf

Justin Long wechselt die Seiten

Intel macht sich über Apple lustig - Frühere Mac-Werbeikone trommelt jetzt für den PC

  • Markus Hofstetter
    vonMarkus Hofstetter
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Intel greift in die Werbe-Trickkiste und engagiert die Apple-Werbeikone Justin Long. In mehreren Spots legt dieser ironisch die Schwächen von Macs offen.

München - Intel holt zum Gegenschlag gegen Apple aus. Der Chiphersteller hat für eine Serie von Werbespots, die ironisch Mac-Schwächen aufgreifen, Justin Long engagiert. Das könnte man als Retourkutsche verstehen. Denn der Schauspieler war von 2006 bis 2009 einer der Hauptdarsteller in der Apple-Kampagne „Get a Mac“, die wohl eine der bekanntesten des IT-Geschichte ist.

In Apple-Kampagne verkörpert Long den „Mac“

In „Get a Mac“ verkörperten zwei Personen jeweils ein Gerät von Apple und Intel. Long war „Mac“. Er stand als kraftvoller, locker gekleideter Mann einem schwächelnden „PC“ gegenüber, dargestellt von einer unscheinbaren Person mit Anzug und Krawatte. Es war eindeutig, wer die Sympathie der Zuschauer auf seiner Seite haben sollte.

Intel legt Apple-Schwächen offen

In der neuen Intel-Kampagne stellt sich Long jetzt als Justin vor, der einen Mac mit einem PC vergleicht. In einer Umkehrung der damaligen Verhältnisse beschreibt er in mehreren Spots die Vorteile von PCs gegenüber den Macs. Dazu zählen, dass man auf Macs nicht spielt, Apple keine Touchscreens verwendet und keine 2-in-1-Lösungen, die Tablet und Laptop kombinieren, anbietet.

Dass Intel zurückschlägt, hat einen triftigen Grund. Apple hat zu seiner Konferenz im Herbst vergangenen Jahres John Hodgman, der in „Get a Mac“-Kampagne den PC verkörperte, reaktiviert. Das allein gab wohl nicht den Ausschlag, sondern die dort zelebrierte Abkehr Apples von den Intel-Chips. Die neuen Macbooks basieren nicht mehr auf Intel-Chips, sondern auf eigenen Arm-basierten M1-Prozessoren. Es vergeht zwar noch einige Zeit, bis Apple komplett von Intel-Chips unabhängig sein wird. Dennoch dürfte dies Intel einen schweren Schlag versetzen.

Das ist nicht der erste Schlag von Intel gegen Apple. Bereits im Februar hat der Chiphersteller eine ähnliche Kampagne gestartet, in der gesagt wird, dass bestimmte Dinge nur mit einem PC möglich wären. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Macs nicht optimal für Techniker und Gamer sind. Ob Intel mit der aktuellen Kampagne ein Erfolg gelungen ist, hängt wohl auch davon ab, ob man ein Windows- oder Apple-Fan ist.

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