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Apple mit Rekordquartal dank Mac-Computern - Ausblick enttäuscht

Cupertino - Der Computerkonzern und iPhone-Hersteller Apple hat dank starker Verkäufe seiner Mac-Rechner und iPod-Musikplayer ein weiteres Rekordquartal eingefahren. Mit einer gewohnt zurückhaltenden Prognose für das weitere Geschäft enttäuschte das Unternehmen die Anleger jedoch.

Unter dem Strich verdiente Apple in seinem dritten Geschäftsquartal fast 1,1 Milliarden Dollar und damit 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte sogar um 38 Prozent auf knapp 7,5 Milliarden Dollar (4,7 Mrd Euro), teilte Apple am Montag nach US-Börsenschluss in Cupertino (Kalifornien) mit.

Mit seinen Ergebnissen übertraf der Konzern die Schätzungen der Analysten. Für das laufende vierte Geschäftsquartal (30.9.) rechnet Apple mit einem Gewinn je Aktie von 1,00 Dollar bei einem Umsatz von 7,8 Milliarden Dollar. Apple ist für einen eher zurückhaltenden Ausblick bekannt. Die Aktie verlor nachbörslich dennoch mehr als zehn Prozent.

Die Verkaufszahlen der Mac-Computer hätten einen neuen Spitzenwert erreicht, sagte Konzernchef Steve Jobs. Apple ist inzwischen in den USA drittgrößter Computerbauer nach Hewlett-Packard und Dell, weltweit liegt der Konzern nach Marktanteilen auf Platz sechs. Insgesamt lieferte Apple von April bis Juni fast 2,5 Millionen Macs aus (plus 41 Prozent). Vom Musikplayer iPod gingen mehr als elf Millionen Stück über die Ladentheke (plus 12 Prozent). Mehr als 40 Prozent seiner Umsätze erzielt Apple außerhalb des US-Heimatmarktes.

Apple startete am 11. Juli die zweite Generation des iPhone-Handys. Nach allein am Auftakt-Wochenende weltweit mehr als einer Million verkauften Geräten fehlte vielerorts der Nachschub. Zuletzt gab es Berichte über drohende längere Lieferverzögerungen. In diesem Jahr will Apple insgesamt 10 Millionen iPhones der ersten und zweiten Generation verkaufen. In den vergangenen drei Monaten waren es im Vorfeld des neuen Modells noch 717 000 Stück.

Das neue iPhone 3G ermöglicht unter anderem eine schnellere Daten-Übermittlung über UMTS sowie GPS-Navigation. Apple will neben Privatanwendern auch mehr Geschäftskunden gewinnen und Anbietern wie dem kanadischen Blackberry-Anbieter RIM Konkurrenz machen.

Die bei Kunden gewöhnlich als sehr nutzerfreundliche und verlässlich bekannte Apple-Technik hatte in den vergangenen Wochen mit Pannen zu kämpfen. So hatten zum Start der neuen iPhone-Generation zahlreiche Käufer Probleme mit der Aktivierung. Beim neuen E-Mail-Dienst MobileMe kam es ebenfalls zu Ausfällen.

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