+
Seit Jahren besorgt sich Apple immer wieder hohe Summen bei Anlegern. Foto: Monica Davey

Frische Mittel von Investoren

Apple sammelt Milliarden am Anleihemarkt ein

New York - Um Steuern zu sparen, nimmt Apple trotz riesiger Geldreserven frische Mittel bei Investoren auf. Der Elektronikkonzern versteigerte am Dienstag eine Anleiheserie mit sieben Laufzeiten von 2018 bis 2046.

Das geht aus dem vorläufigen Entwurf des bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Wertpapierprospekts hervor.

Die Auktion habe zwölf Milliarden Dollar (umgerechnet 10,8 Milliarden Euro) in die Kasse gespült, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Angesichts der hohen Nachfrage - die Gebote hätten über 28 Milliarden Dollar erreicht - habe Apple zwischenzeitlich eine Erhöhung auf 15 Milliarden Dollar diskutiert.

Das Unternehmen besorgt sich seit Jahren immer wieder hohe Summen bei Anlegern, obwohl es zuletzt einen Geldberg von 216 Milliarden Dollar hortete. Hintergrund ist steuerrechtliches Kalkül - da sich die Barreserven größtenteils außerhalb der USA befinden, würde bei Verwendung in der Heimat der Fiskus zuschlagen.

Apple dürfte das Geld aus den Anleiheauktionen vor allem für milliardenschwere Aktienrückkäufe nutzen. Finanzchef Luca Maestri hatte nach Vorlage der Quartalszahlen Ende Januar bereits angekündigt, dass Apple 2016 sehr aktiv am Anleihemarkt sein werde.

Der Konzern versteigerte am Dienstag sowohl Papiere mit variabler als auch mit fester Verzinsung. Die zehnjährigen Schuldverschreibungen beispielsweise habe Apple zu einer Rendite von etwa 3,3 Prozent angeboten, berichtete das "Wall Street Journal". Damit würden sie rund 1,5 Prozentpunkte mehr abwerfen als US-Staatsanleihen.

dpa

Vorläufiger Wertpapier-Prospekt

Bericht Financial Times

Bericht Wall Street Journal

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile
Urlauber sollen bei Online-Buchungen künftig besser abgesichert sein. Das neue Reiserecht hat aus Sicht von Verbraucherschützern aber unerwünschte Nebenwirkungen. Auch …
Verbraucherschützer: Neues Reiserecht bringt auch Nachteile
BMW und Siemens warnen eindringlich vor Brexit-Folgen
Im März will Großbritannien die EU verlassen. Doch die Verhandlungen zwischen London und Brüssel sind zäh. Viele Unternehmen wissen nicht, was auf sie zukommt - …
BMW und Siemens warnen eindringlich vor Brexit-Folgen
Alternativen zu US-Markt: Industrie will Südamerika-Abkommen
Donald Trump bereitet den Unternehmen in Europa Kopfschmerzen - daher wächst der Druck, den Handel mit anderen Regionen auszuweiten. Ein interessanter Kandidat für ein …
Alternativen zu US-Markt: Industrie will Südamerika-Abkommen
IW: Kein Grund für höheren Mindestlohn als 9,19 Euro
9,19 Euro - oder darf es etwas mehr sein? Für Millionen Beschäftigte naht die Stunde der Wahrheit. Es geht um die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns. Und um die …
IW: Kein Grund für höheren Mindestlohn als 9,19 Euro

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.