Apple: Der Konzern ist mit einem Börsenwert von über zwei Billionen Dollar das teuerste Unternehmen der Welt.
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Apple: Der Konzern ist mit einem Börsenwert von über zwei Billionen Dollar das teuerste Unternehmen der Welt.

Aktiensplit

Apple-Aktie mit historischem Kurssturz am Montag - Das ist der Grund

  • Thomas Schmidtutz
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Apple ist das teuerste Unternehmen der Welt. Ende Juli hat der iPhone-Hersteller einen Aktiensplit im Verhältnis 4:1 angekündigt. Das hat am Montag zu einem historischen Kurssturz geführt.

  • Apple ist das teuerste Unternehmen der Welt.
  • Am Montag hat die Aktie einen historischen Kurssturz hingelegt.
  • Das müssen Apple-Anleger wissen.

München - Langjährige Apple-Aktionäre müssen glückliche Menschen sein. Wer die Aktie beispielsweise vor fünf Jahren zum damaligen Kurs von rund 97 Euro gekauft, darf sich über Kursgewinne von knapp 350 Prozent freuen. Doch am Montag (31. August) müssen Apple-Anleger starke Nerven haben. Dann greift der angekündigte Aktiensplit und der Apple-Kurs geht auf Tauchstation. Woran das liegt und was Apple-Aktionäre wissen müssen.

Apple-Aktie: Warum hat Apple überhaupt einen Aktiensplit angekündigt?

Die Apple-Aktie hat einen Höhenflug hingelegt. Alleine seit Jahresanfang hat das Papier des iPhone-Herstellers rund 60 Prozent zugelegt. Inzwischen notiert die Aktie bei knapp 427 Euro. Mit dem Ende Juli angekündigten Aktiensplit wird die Aktie demnächst optisch billiger. So will das Unternehmen, das neben dem iPhone auch mit der Apple Watch oder dem Bezahldienst Apple Pay erfolgreich ist, vor allem für Kleinanleger attraktiver werden. 

Wie viele Aktiensplits hat Apple bislang durchgeführt?

Apple, das derzeit mit mehreren Unternehmen im Clinch* liegt, bereits 1987, 2000 und 2005 die Aktie gesplittet, jeweils im Verhältnis 2:1. 2014 gab es einen weiteren Split im Verhältnis 7:1. Apple war 1980 an die Börse gegangen. Der Ausgabepreis betrug damals 22 Dollar je Aktie. Umgerechnet auf die bisherigen Splits entspricht dies einem Preis von 0,39 Dollar je Anteilsschein. Jetzt plant Apple-Chef Tim Cook einen Split im Verhältnis 4:1.

Apple Aktiensplit: Das ist der Zeitplan

Wie ist der konkrete Zeitplan beim geplanten Split?

Bei allen Aktionären, die die Apple-Aktie am 24. August (Montag) in ihrem Depot hatten, werden die Anteilsscheine im Verhältnis 4:1 gesplittet. Die entsprechende Depotbuchung findet am 28. August (Freitag) statt. Dann erhalten alle Apple-Aktionäre je Anteilsschein drei zusätzliche Aktien. Am 31. August (Montag) tritt der Split in Kraft.

Was heißt das für den Aktienkurs von Apple?

Am 31. August müssen Anleger ganz tapfer sein. Dann nämlich wird der Apple-Kurs um voraussichtlich 75 Prozent abstürzen. Die gute Botschaft ist: Ärmer werden die Apple-Anleger dadurch nicht. Das zeigt auch eine einfache Beispielrechnung. Angenommen, ein Aktionär hätte in seinem Depot zum Stichtag am 24. August zehn Apple-Aktien gehabt und der Kurs hätte an diesem Tag bei genau 400 Euro gelegen. Dann läge der Gesamwert der Apple-Position bei 4000 Euro .

Wir nehmen zusätzlich an, dass sich der Aktienkurs bis zum Splitdatum nicht verändert. Damit hätte ein Aktionär also zum Split am 28. August 40 (10 + 30) Aktien im Depot. Der Kurs je Apple-Aktie würde entsprechend angepasst von 400 auf 100 Euro. Der Depotwert (40 mal 100 Euro) bliebe damit aber gleich. Auch an den fundamentalen Kennziffern wie etwa dem viel beachteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) – also wie viel Anleger für einen Euro bzw. einen Dollar Gewinn zu zahlen bereit sind - ändert sich dadurch nichts.

Apple Aktiensplit: Darauf müssen Aktionäre achten

Was passiert, wenn ein Aktionär nach dem Stichtag, aber vor dem Split seine Aktien verkauft?

Dann würden die entsprechenden Apple-Aktien ebenfalls gesplittet, aber eben im Depot des Aktionärs, der die Anteilsscheine nach dem Stichtag erworben hat. Der Alteigentümer schaut dagegen in die Röhre.

Wann sind die neuen Aktien im Depot?

Die neuen Papiere werden zeitnah nach dem Split automatisch ins Depot gebucht und sollten am Montag entsprechend verbucht sein. Anleger, die Apple-Papiere zum Stichtag in ihrem Depot hatten, aber auch einige Tage später noch keine zusätzlichen Aktien in ihrem Depot haben, sollten sich an ihren Broker wenden.

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