Arabischer Fonds will angeblich bei Münchener Rück einsteigen

München - Ein arabischer Investmentfonds will angeblich bis zu 20 Prozent an der Münchener Rück kaufen. Der in Deutschland bislang unbekannte Arabic Finance Circle (AFC) mit Sitz in Dubai wolle maximal 145 Euro pro Aktie zahlen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

Am Freitag war die Aktie des Rückversicherers noch mit 125,95 Euro aus dem Handel gegangen. Eine Sprecherin der Münchener Rück sagte der Zeitung, nach einem ersten telefonischen Kontakt würden Gespräche mit dem AFC geführt.

Das DAX-Unternehmen will seit Jahren den Anteil ausländischer Investoren vergrößern. Seit Monaten gibt es Spekulationen um eine mögliche Zerschlagung des Unternehmens durch Hedge-Fonds. Für dieses Jahr peilt die Münchener Rück einen Rekordgewinn von 3,5 bis 3,8 Milliarden Euro an. Die Gruppe privater Investoren, die der Fonds vertritt, wolle selbst nicht in Erscheinung treten, hieß es.

Der AFC zeigt sich der "Süddeutschen" zufolge auch an der Direktbank comdirect interessiert. Hier bestehe nach Angaben des Fonds sogar die Möglichkeit einer kompletten Übernahme. Für die comdirect will die AFC bis zu 14 Euro pro Aktie bieten. Am Freitag schloss die Aktie im Kleinwerte-Index SDAX bei 7,99 Euro. Der Bank zufolge nahm der AFC bislang weder zu ihr noch zum Großaktionär Commerzbank Kontakt auf. Auch an der Wiener A-Tec Industries sei die AFC interessiert. Auch da bestätigte ein Sprecher der Zeitung einen ersten Kontakt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Genug Aktionäre überzeugt: Finanzinvestoren übernehmen Stada
Das lange Übernahmeringen um den hessischen Arzneimittelhersteller ist beendet. Bain und Cinven haben im zweiten Anlauf die nötige Zustimmung der Aktionäre erreicht. Nun …
Genug Aktionäre überzeugt: Finanzinvestoren übernehmen Stada
Schweiz verhängt Zulassungsstopp für manipulierte Porsche-Cayenne-Wagen
Die Behörden in der Schweiz haben einen Zulassungsstopp für bestimmte Modelle des Porsche Cayenne verhängt. Grund dafür ist der Umweltschutz.
Schweiz verhängt Zulassungsstopp für manipulierte Porsche-Cayenne-Wagen
Unternehmer Wöhrl will insolvente Air Berlin übernehmen
Der Nürnberger Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl hat sein Interesse an der Übernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin signalisiert.
Unternehmer Wöhrl will insolvente Air Berlin übernehmen
Studie: Lufthansa-Monopol droht vor allem auf innerdeutschen Strecken
Eine Komplettübernahme der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin würde der Lufthansa vor allem auf innerdeutschen Strecken zu einem starken Monopol verhelfen.
Studie: Lufthansa-Monopol droht vor allem auf innerdeutschen Strecken

Kommentare