Aral mit neuem Shopkonzept

- Bochum - Mit einem veränderten Shop-Konzept sieht sich die Tankstellenkette Aral gut gerüstet für die anstehende Verlängerung der Ladenöffnungszeiten. Das sagte Anja Schreck, Leiterin des Shop-Geschäfts der Aral AG, der dpa.

 "Wir haben unser Notfall- Sortiment schon seit 2000 eingeschränkt und dafür ein hochwertiges Angebot zu den Themen "Hunger und Durst unterwegs" aufgebaut", In den "Petit Bistros" stünden eigens produzierte Snacks sowie eine große Auswahl von Kaffee-Spezialitäten und gekühlter Getränke im Fokus.

Bis zum Jahreswechsel wollen zahlreiche Bundesländer die Ladenschlusszeiten an Werktagen völlig freigeben. "Die größte Veränderung war vor zwei Jahren die Freigabe der Ladenöffnung an den Samstagnachmittagen", sagte Schreck. "Das haben die Pächter schon gemerkt, wenn nebenan ein Discounter bis 20 Uhr geöffnet hat." Daher nahm Aral zunächst Tiernahrung aus den Regalen und schränkte das Notfall-Sortiment drastisch ein. "So gibt es statt vier Sorten Zahnpasta nur noch eine oder es gibt Seife, aber kein Haarspray."

Insgesamt 250 Millionen Dollar (197 Millionen Euro) will Aral in den kommenden Jahren in die Einrichtung der "Petit Bistros" in den rund 1600 firmeneigenen Tankstellen stecken. Bis Ende 2006 werden 280 Stationen umgerüstet. Anschließend sollen bis 2010 alle Tankstellen umgerüstet sein.

"Die Pächter gewinnen 56 Prozent ihres Einkommens aus dem Shop- Geschäft", unterstreicht Schreck die Bedeutung dieser Investitionen. Der Verkauf von Kraftstoff bringt 13 Prozent des Einkommens, Waschen 16 Prozent und sonstige Angebote wie etwa Reparaturen 15 Prozent.

In den Shops wird wiederum fast die Hälfte des Umsatzes mit dem Verkauf von Zigaretten gemacht, 15 Prozent mit den Getränken, 12 Prozent mit Telefonkarten sowie 7 Prozent mit Food Service und Kaffee. Ziel von Aral ist es, diesen Umsatzanteil im Gastro-Geschäft auf ein Viertel zu steigern.

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