Arbeit: OECD weckt Hoffnung

- Paris - Die Lage auf den Arbeitsmärkten der Industrieländer kann sich nach Einschätzung der OECD im kommenden Jahr entspannen. Grund sei die Erholung in den USA, schreibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in ihrem Arbeitsmarktbericht 2004. Wegen der strukturellen Reformen in Nordamerika, der EU, Australien und Neuseeland sei die Arbeitslosigkeit im gegenwärtigen Wirtschaftsabschwung weniger stark gestiegen als in früheren Krisen.

<P>Allerdings hatte die Organisation in ihrem vorigen Bericht bereits für dieses Jahr mit einer Entspannung gerechnet.<BR>Mittelfristig sieht die OECD die Unterbeschäftigung von alleinerziehenden Frauen, Frührentnern und Behinderten in vielen Industrieländern als Bedrohung für das Wirtschaftswachstum. Die Regierungen müssten alle Anstrengungen darauf richten, mehr und bessere Arbeitsplätze für diese Gruppen zu schaffen. </P><P>Insbesondere dürfe es keine Anreize zur Frühverrentung mehr geben. Ohne Gegenmaßnahmen werde der jährliche Zuwachs der Erwerbsfähigen von 1,3 % - dem Schnitt der vergangenen 30 Jahre - in den nächsten 30 Jahren auf 0,3 % abflachen. In Ländern wie Italien und Japan werde die Arbeitskraft sogar abnehmen. Gleichzeitig werde die Zahl der über 65-Jährigen von 27 auf 47 % der Zahl der Erwerbsfähigen klettern. Dies bedrohe die Altersversorgung und den Lebensstandard.<BR></P>

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