Arbeitslose sollen mehr Geld behalten dürfen

- Berlin - Angesichts der Zahl von über fünf Millionen Arbeitslosen setzen sich nun auch die Arbeitsmarktexperten der Koalition für eine Ausweitung der Zuverdienstmöglichkeiten ein. Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Arbeit, Rainer Wend, sagte der "Berliner Zeitung", "einen Aufschwung auf dem ersten Arbeitsmarkt wird es nur geben, wenn man den Niedriglohn-Sektor attraktiver macht". Für die Hilfsempfänger sei dies ein Anreiz, auch schlecht bezahlte Jobs anzunehmen. Auch die Arbeitsmarkt-Expertin der Grünen, Thea Dückert, sprach sich für eine entsprechende Nachbesserung aus. Bei Zuverdiensten von bis zu 400 Euro sollten Hilfsempfänger künftig jeden zweiten behalten dürfen. So verwies auch Wirtschaftsminister Wolfgang Clement auf die rund 750 000 nicht besetzten Jobs in Deutschland - und damit auf mutmaßliche Chancen für Arbeitslose.

<P>Auch wenn es noch keine zuverlässigen Zahlen über das aktuelle "gesamtwirtschaftliche Stellenangebot" gibt, so halten Experten die Zahl für einigermaßen korrekt. Noch im Jahr 2003 hatte die Zahl der offenen Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt nach Ermittlungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung bei 825 000 gelegen.<BR><BR>Branchenbezogen suchten im Jahr 2003 vor allem der Handel, das verarbeitende Gewerbe und das Dienstleistungsgewerbe nach Arbeitskräften.</P><P> </P>

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