Quote jetzt 6,5 Prozent

Arbeitslosenzahl sinkt auf 2,808 Millionen

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September um 94 000 auf 2 808 000 gesunken.

Mit dem Ende der Sommerpause in den Betrieben und dem Start des neuen Ausbildungsjahres gehen die Arbeitslosenzahlen jedes Jahr kräftig nach unten. Heuer allerdings fällt der Herbstaufschwung im September eher schwach aus. Die Staatsregierung zeigt sich trotzdem zufrieden.

Nürnberg (dpa/lby) - Die Arbeitslosigkeit in Bayern ist mit dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres im September gesunken - allerdings weniger stark als in den Vorjahren. Die Zahl der Jobsucher ging um 4000 auf 259 000 zurück, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 3,7 Prozent - das ist bundesweit die beste Quote.

Der Beginn des Herbstaufschwungs fiel heuer aber ungewöhnlich schwach aus. Ohne den Saisoneffekt nach dem Ende der Sommerpause in den Betrieben hätte die Arbeitslosigkeit sogar zugenommen. Die exportorientierte bayerische Wirtschaft zeige sich trotz der vielen internationalen Krisen weiter robust, erläuterte Behördenchef Ralf Holtzwart. Allerdings lasse die Dynamik nach. „Leider können nicht alle arbeitslosen Menschen von der guten Entwicklung profitieren“, sagte Holtzwart: Denn häufig stimme die Qualifikation der Jobsucher nicht mit den Anforderungen der Unternehmen überein.

So sei trotz der positiven Entwicklung bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Jahr um gut zwei Prozent gestiegen. Im Juli hatten in Bayern 5,06 Millionen Menschen einen regulär Job - gut jeder vierte davon in der Industrie.

Industrie, Zeitarbeit, Handel sowie Gesundheits- und Sozialwesen suchen die meisten neuen Mitarbeiter. „Die bayerischen Unternehmen zeigen insgesamt eine gute Einstellungsbereitschaft“, berichtete Holtzwart. Die Zahl der offenen Stellen nahm binnen Jahresfrist zu; aktuell sind in Bayern 77 000 Arbeitsplätze unbesetzt.

„Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass die aktuelle Konjunkturskepsis und Verunsicherung in der Wirtschaft bislang nicht auf den Arbeitsmarkt übergreifen“, kommentierte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Auch Arbeitsministerin Emilia Müller (CSU) bewertete den bayerischen Jobmarkt als „robust und in guter Verfassung“ und betonte: „Wir sind bei unserem Ziel, hin zur Vollbeschäftigung bis 2018, weiterhin auf Kurs.“

dpa

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