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Die Zahl der Arbeitslosen stieg nochmal leicht an.

Bundesagentur verkündet Zahlen

Arbeitslosenzahl steigt um 18.000

Nürnberg - Kälte und Schnee - gute Bedingungen für Jobsucher sehen anders aus. Im harten Spätwinter stieg die Zahl der Arbeitslosen um 18.000 an. Damit haben die Experten eine gute Rechnung gehabt.

Der frostige Winter hat dem Arbeitsmarkt auch im Februar noch mal zugesetzt - allerdings deutlich schwächer als in den vorgegangenen Jahren. Nach Berechnungen von Volkswirten nahm die Zahl der Erwerbslosen lediglich um 20.000 auf rund 3,16 Millionen zu. Das bestätigte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag. Demnach stieg die Anzahl der Arbeitslosen im Februar um 18.000 auf 3,156 Millionen. Die Quote bleibt aber unverändert bei 7,4 Prozent.

Der saisonalbedingte Anstieg würde damit im Februar nur halb so stark ausfallen wie im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre, berichteten die Arbeitsmarktexperten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der amtlich registrierten Arbeitslosen allerdings um rund 50.000 gestiegen.

Die vergleichsweise geringe Zunahme im Februar zeige, dass die Zeichen am deutschen Arbeitsmarkt im ersten Quartal 2013 wieder auf Aufschwung stehen. Vieles deute daraufhin, dass sich die bereits im Januar erkennbare gute Entwicklung im Februar fortgesetzt hat. Unklar war allerdings am Mittwoch noch, wie sich die wirtschaftliche Verunsicherung nach dem Patt bei den italienischen Wahlen auf die Stimmung der deutschen Wirtschaft und damit auf den Arbeitsmarkt auswirken wird.

Zahl der Kurzarbeiter geht wieder leicht zurück

Zurückgegangen ist die Zahl der Kurzarbeiter. Im Dezember hätten rund 72 000 Beschäftigte kurz gearbeitet, das seien rund 5500 weniger als im Monat davor, sagte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker am Donnerstag in Nürnberg. Auch die Zahl der vorsorglichen Anmeldungen bewege sich seit rund vier Monaten in der Größenordnung von 45 000. „Damit liegt die Kurzarbeit auf einem Niveau, das ganz normal für eine Volkswirtschaft ist“, fügte Becker hinzu.

In Bayern stieg die Zahl der Arbeitslosen geringfügig auf 302.500. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg mitteilte, waren damit knapp 2400 Menschen oder 0,8 Prozent mehr auf Stellensuche als im Januar. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,4 Prozent.

Was die weitere Entwicklung der Arbeitslosigkeit angehe, zeigten sich die örtlichen Arbeitsagenturen gespalten. Während die eine Hälfte laut BA mit einer leicht steigenden Erwerbslosigkeit in den kommenden Monaten rechnet, geht die andere Hälfte von einer unveränderten Zahl der Jobsucher aus.

Experten geben sich zuversichtlich und hoffnungsvoll 

Vorerst aber geben sich die Experten noch zuversichtlich: „Wir gehen davon aus, dass die Konjunktur recht zügig wieder Tritt fasst“, meint etwa Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld. Die Frühindikatoren stimmten recht hoffnungsvoll. Davon werde auch der Arbeitsmarkt profitieren.„Der Abschwung ist im wesentlichen durch“, meint er. Dass die Arbeitslosigkeit dennoch im Februar steige, liege fast ausschließlich am Winterwetter, das vor allem Beschäftigte in Außenberufen treffe.

Ähnlich fällt der Ausblick des Arbeitsmarktexperten der Deutschen Bank, Heiko Peters, aus: Er rechnet zunächst nur noch mit einem geringfügigen Anstieg der Arbeitslosenzahlen, vom zweiten Quartal an mit einer Stabilisierung, bevor in der zweiten Jahreshälfte mit Rückgängen zu rechnen sei. Auch für den Konjunkturforscher Steffen Henzel vom Münchner Ifo-Institut dürfte die „freundliche Grundtendenz“ in der Wirtschaft schon bald auch auf dem Arbeitsmarkt durchschlagen. „Nachdem die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise überwunden ist, schauen viele jetzt wieder optimistischer in die Zukunft“.

dpa

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