Arbeitslosenzahlen dank mildem Winter nur leicht gestiegen

Bayern - Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Im Januar ist die Arbeitslosenquote weniger hoch als im Vorjahresvergleich.

Trotz des witterungsbedingten Anstiegs der Arbeitslosenzahl im Januar um 47 100 auf 348 200 hält die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Bayern an. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) geht davon aus, dass sich der positive Trend in diesem Jahr, wenn auch etwas abgeschwächt, fortsetzen wird. Als Beleg nannte der Chef der Regionaldirektion, Rainer Bomba, am Donnerstag den Vergleich zum Vorjahr. Im Januar gab es im Freistaat 91 300 Arbeitslose weniger als noch vor zwölf Monaten. Dagegen hatte der Vorjahresabstand in den vergangenen Monaten nur jeweils rund 85 000 betragen. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, dazu: "Das Beschäftigungswachstum hält an, und die Arbeitskräftenachfrage bleibt auf hohem Niveau stabil."

Gestützt wurde die Einschätzung der Experten von dem am Mittwoch veröffentlichten Stellenindex der Bundesagentur. Danach ist die Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften auch im Januar weiter gewachsen. Der Anstieg habe sich aber verlangsamt. So habe der Stellenindex BA-X zwar mit 246 Punkten einen neuen Höchststand erreicht; allerdings sei der Anstieg um drei Punkte deutlich niedriger ausgefallen als in den beiden Vormonaten. "Trotz erster konjunktureller Warnsignale zeigt sich auf der Nachfrageseite des deutschen Arbeitsmarktes bisher noch keine Eintrübung", kommentierte die Bundesagentur die jüngste Entwicklung.

Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sieht in den neuesten Zahlen vom Arbeitsmarkt eine gute Basis, die Dynamik bei Beschäftigung und Wachstum in allen Teilen Bayerns weiter zu steigern. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit sei "ein entscheidender Motor, dass gute Gewinne bei den Unternehmen sozial gerecht bei den Arbeitnehmern und ihren Familien ankommen", erklärte Beckstein am Donnerstag in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Mit dem Nachtragshaushalt für 2008 setze der Freistaat zusätzlich massive Impulse für Wachstum und Beschäftigung.

Im Dezember des vergangenen Jahres waren in Deutschland 3,406 Millionen Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote erreichte in den beiden Vormonaten mit 8,1 Prozent den niedrigsten Wert seit 15 Jahren. In Westdeutschland waren nach BA-Angaben 2,23 Millionen Menschen ohne Arbeit (Quote 6,7 Prozent), im Osten 1,175 Millionen (Quote 13,4 Prozent).

dpa

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