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Unter Abiturienten stieg die Arbeitslosigkeit einer Studie zufolge besonders stark.

Arbeitslosigkeit von Abiturienten steigt dramatisch

Frankfurt/Main - In der Wirtschaftskrise ist die Arbeitslosigkeit der Menschen mit Abitur oder höherem Abschluss einer Studie zufolge besonders stark gestiegen.

Die Zahl der Jobsuchenden mit Fach- oder Hochschulreife lag im August um 24 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie eine Auswertung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) ergab. Demnach stiegen die Arbeitslosenzahlen der Menschen mit Mittlerer Reife (5,4 Prozent), Hauptschulabschluss (10,8 Prozent) und ohne Schulabschluss (5,5 Prozent) weniger stark.

Der Studie liegen die offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zugrunde. Die Arbeitslosenquote ist laut der DGB-Auswertung, die der AP vorliegt, seit längerem für geringqualifizierte Arbeitskräfte etwa fünf Mal größer als bei jenen mit einem hohen Bildungsniveau.

Doch in der Krise gelten die herkömmlichen Muster nicht mehr, wie der Autor der Studie, Wilhelm Adamy, schreibt. “Auch eine gute schulische Ausbildung schützt längst nicht immer vor Arbeitslosigkeit.“ Den DGB-Zahlen zufolge haben in den alten Bundesländern bereits 15,8 Prozent der Arbeitslosen eine Fachhochschul- oder Hochschulreife, in den neuen Ländern sind es 13,8 Prozent.

Die “Frankfurter Rundschau“, die am Montag auf die Auswertung aufmerksam gemacht hatte, zitierte Adamy mit den Worten: “Die Krise schlägt sich vor allem in den exportorientierten Sektoren nieder.“ In der Industrie seien deshalb auch Hochqualifizierte betroffen, zum Beispiel Ingenieure.

AP

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