+
Demonstanten schwenken kataloniche und spanische Gewerkschaftsfahnen.

Arbeitslosigkeit in Euroländern auf Rekordniveau

Brüssel - Angetrieben von der dramatischen Entwicklung in Spanien hat die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ein Rekordniveau erreicht. In den 16 Euro-Ländern lag die Quote im Dezember bei zehn Prozent.

In der gesamten Europäischen Union erreichte die Arbeitslosenquote einen Wert von 9,6 Prozent. In beiden Fällen bedeutet dies einen Anstieg im Vormonatsvergleich um 0,1 Prozentpunkt.

Am schlimmsten im Eurogebiet traf es Spanien mit 19,5 Prozent, das Nicht-Euro-Land Lettland verzeichnete 22,8 Prozent. Der verkrustete spanische Arbeitsmarkt macht besonders jungen Menschen zu schaffen: 44,5 Prozent der Unter-25-Jährigen hatten hier im Dezember keinen Job.

Für das gemeinsame Währungsgebiet ist es die höchste Quote seit August 1998, einem halben Jahr, bevor am 1. Januar 1999 der Euro eingeführt wurde. In der EU mit 27 Mitgliedstaaten erreichte der Anteil der Menschen ohne Job das höchste Niveau seit Beginn der gemeinsamen Berechnung im Januar 2000.

Seit Frühjahr 2008 ist die Arbeitslosenquote sowohl in den 27 EU- Mitgliedsstaaten als auch in der Eurozone stetig nach oben gegangen. Deutschland kam unter anderem wegen des Kurzarbeitergeldes verhältnismäßig glimpflich davon: Hier lag die Quote bei 7,5 Prozent. Insgesamt hatten in der EU mehr als 23 Millionen Menschen keine Arbeit, davon knapp 15,8 Millionen im Eurogebiet.

Die von Eurostat ermittelten Werte können wegen unterschiedlicher Berechnungsmethoden von den Zahlen abweichen, die in den einzelnen Mitgliedstaaten veröffentlicht werden. Die Angaben zu den Ländern sind nach Ansicht von Fachleuten aber miteinander vergleichbar. Die gemeinsame Zeitreihe der 27 EU-Staaten beginnt erst im Januar 2000, weil erst seitdem vergleichbare Daten etwa aus Bulgarien und Rumänien vorliegen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Passagiere sollen künftig leichter an Entschädigung kommen
Berlin (dpa) - Fluggäste und Bahnkunden sollen bei Zug- und Flugverspätungen leichter finanzielle Entschädigungen erhalten - dafür macht sich der Bundesrat stark.
Passagiere sollen künftig leichter an Entschädigung kommen
Air-Berlin-Verwalter will Milliarden-Zahlung von Etihad
Wer ist verantwortlich für die Air-Berlin-Pleite? Nach Einschätzung des Insolvenzverwalters hat der Großaktionär Etihad zu unvermittelt den finanziellen Stecker gezogen. …
Air-Berlin-Verwalter will Milliarden-Zahlung von Etihad
Deutsche Bahn: Weselskys GDL erklärt Verhandlungen für gescheitert - schlechte Nachricht für alle Kunden
Nach dem Warnstreik erst einmal Entspannung: Die Gewerkschaft EVG und die Bahn verhandeln wieder. Doch die Lokführer erklären ihre Tarifverhandlungen für gescheitert. 
Deutsche Bahn: Weselskys GDL erklärt Verhandlungen für gescheitert - schlechte Nachricht für alle Kunden
China setzt Sonderabgaben auf Autoimporte aus den USA aus
Nach dem "Waffenstillstand" im Handelskrieg mit den USA rüstet China ab: Die Sonderabgaben auf Autos aus den USA werden vorerst wieder aufgehoben. Davon profitieren vor …
China setzt Sonderabgaben auf Autoimporte aus den USA aus

Kommentare