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Arbeitslosigkeit im Januar "sensationell niedrig"

Experten: - Nürnberg - Experten erwarten für Januar eine geradezu "sensationell niedrige Arbeitslosigkeit". Mit rund 4,2 Erwerbslosen dürften sie lediglich um höchstens 250 000 Personen über dem Wert von Dezember 2006, berichteten Konjunkturfachleute in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Dies wären bis zu 800 000 Jobsuchende weniger als vor einem Jahr. Als wichtigsten Grund führten die Fachleute die milde Witterung an.

In den vergangenen fünf Jahren war die Zahl der Erwerbslosen im Januar um durchschnittlich 406 000 Erwerbslose gestiegen. Die offiziellen Zahlen will die Bundesagentur für Arbeit (BA) an diesem Mittwoch in Nürnberg bekannt geben. Allerdings betonen die Fachleute, Berechnungen der Arbeitslosenzahl seien für diesen Januar wegen der milden Witterung sehr schwierig.

Die einzelnen Experten-Prognosen schwanken daher zwischen dem im Januar üblichen Anstieg von rund 390 000 bis zu einer ungewöhnlich geringen Zunahme von

70 000 bis 80 000. Die Mehrheit der Experten hat hingegen einen Anstieg um

200 000 bis 300 000 errechnet.

Das frühlingshafte Wetter in der ersten Januar-Hälfte habe es der Baubranche erlaubt, praktisch durchzuarbeiten, gibt HypoVereinsbank-Volkswirt Andreas Rees als Grund für die geringe Zunahme. Das sieht auch Konjunkturforscher Ludwig so: "Die sonst von Winterarbeitslosigkeit betroffenen Außenberufe sind von der Witterung kaum beeinträchtigt worden."

Zusätzliche Entlastung für den Arbeitsmarkt dürfte nach Einschätzung der Volkswirte die im Dezember 2006 gestartete Saisonkurzarbeitergeld-Regelung gebracht haben. Um die sonst im Winter übliche Arbeitslosigkeit bei Bauarbeitern zu verhindern, erhalten diese in Schlechtwetterphasen erstmals in diesem Winter Kurzarbeitergeld in Höhe des sonst üblichen Arbeitslosengeldes. Damit entfalle die für Unternehmen belastende Bürokratie bei der Entlassung und späteren Wiedereinstellung der Mitarbeiter.

Unabhängig von den im Januar häufig stark ausgeprägten Saisoneinflüssen sehen die Experten den Arbeitsmarkt weiter auf Entspannungskurs. "Der Aufschwung am Arbeitsmarkt geht ungebrochen weiter", lautet die Einschätzung von Bernd Weidensteiner von der genossenschaftlichen DZ-Bank.

Dem stimmen fast alle seiner Kollegen zu. Auch die im ersten Quartal erwartete leichte Wachstumsdelle wegen der Mehrwertsteuererhöhung werde auf dem Arbeitsmarkt vorerst nicht spürbar werden. Kaum ein Unternehmer werde deshalb kurzfristig Leute entlassen.

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