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Die Arbeitslosigkeit in Spanien hat ein neues Rekordhoch erreicht.

Fast 6 Millionen ohne Job

Arbeitslosigkeit in Spanien so hoch wie nie

Madrid - Während Deutschland sich über eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten im Euroraum freuen kann, steigt sie in Spanien erneut. Vor allem junge Leute haben kaum Aussicht auf Arbeit.

Die Arbeitslosigkeit in Spanien klettert auf immer neue Rekordwerte. In dem Euro-Krisenland erreichte die Arbeitslosenquote im dritten Quartal 25,0 Prozent, wie das nationale Statistikinstitut INE am Freitag mitteilte. Dies ist die höchste Quote seit 1977. In 16 spanischen Provinzen lag die Quote über 30 Prozent, darunter in allen andalusischen Provinzen. Die Provinzen sind zum Teil hoch verschuldet.

Insgesamt waren Ende September in Spanien knapp 5,8 Millionen Menschen arbeitslos, 85 000 mehr als im zweiten Vierteljahr. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hat die zweithöchste Arbeitslosigkeit in der Europäischen Union. In Griechenland lag die Quote zuletzt bei 25,1 Prozent. Eine Besserung ist in beiden Ländern nicht in Sicht.

Die Arbeitslosigkeit trifft vor allem die Jugendlichen unter 25 Jahren. In dieser Altersklasse ging die Arbeitslosenquote in Spanien zwar leicht auf 52,3 Prozent zurück, sie blieb jedoch im dritten Quartal auch in der EU auf einem Rekordniveau. Im Jahresvergleich stieg die Quote indes um 6,5 Prozentpunkte. Auch die Zahl der spanischen Haushalte mit allen Angehörigen ohne Job erreichte mit 1,74 Millionen einen neuen Rekordstand.

Alarmierende Zahlen

Experten werten die Zahlen als alarmierend. Die Beschäftigungslage in Spanien könne sich angesichts der strikten Sparvorgaben der Regierung und der anhaltenden Rezession noch weiter verschlechtern.

Die spanische Wirtschaft ist weiter im freien Fall: Laut jüngsten Angaben der Notenbank sank das Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September um 0,4 Prozent zum Vorquartal und um 1,7 Prozent zum Vorjahr. Die Frühindikatoren weisen Experten zufolge auf einen anhaltenden Absturz hin. „Die Situation ist ernst“, warnt Ökonom Ricardo Santos von der Großbank BNP Paribas. Im öffentlichen Bereich, vor allem im Gesundheits- und im Bildungssektor, dürften weiter Stellen gekürzt werden. Nicht nur in Spanien, auch in den anderen südeuropäischen Euro-Krisenländern Griechenland, Portugal und Zypern hat die Arbeitslosigkeit dramatische Ausmaße angenommen.

dpa

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