+
Die Arbeitslosenquote im Euroraum ist im Mai auf den niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren gesunken.

Immer mehr Erwerbstätige

Arbeitslosigkeit in EU auf tiefstem Stand seit fünf Jahren

Luxemburg - Es geht bergauf mit dem europäischen Arbeitsmarkt. In fast allen EU-Ländern ist die Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr gesunken.

Die Arbeitslosenquote im Euroraum ist im Mai auf 10,1 Prozent und damit den niedrigsten Stand seit fast fünf Jahren gesunken. Gegenüber dem Vormonat liegt der Rückgang bei 0,1 Punkten, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. 16,267 Millionen Menschen waren in den 19 Staaten mit der Gemeinschaftswährung zuletzt ohne Job.

In der gesamten Europäischen Union mit ihren 28 Mitgliedsstaaten waren 21,084 Millionen Männer und Frauen arbeitslos. Das entspricht einer Quote von 8,6 Prozent.

Viele Arbeitslose weiterhin in Griechenland und Spanien

Die niedrigste Quote meldete Tschechien mit 4,0 Prozent, gefolgt von Malta (4,1 Prozent) und Deutschland (4,2 Prozent). Die Bundesagentur für Arbeit hatte am Donnerstag einen Arbeitslosenanteil von 5,9 Prozent für Deutschland gemeldet, allerdings für den Juni. Zudem unterscheiden sich die Methoden der Nürnberger und der Luxemburger Statistiker.

Die anteilig meisten Menschen sind nach wie vor in Griechenland ohne Job (24,1 Prozent nach jüngsten Zahlen vom März) sowie in Spanien (19,8 Prozent im Mai).

Große Verbesserung in einigen Ländern

Insgesamt hat sich die Lage auf dem europäischen Arbeitsmarkt deutlich aufgehellt. In 26 EU-Staaten sank die Quote im Jahresverlauf. Nur in Lettland blieb sie unverändert, in Österreich gab es einen Anstieg von 5,9 auf 6,1 Prozent. Insbesondere in Zypern, Kroatien, Bulgarien und Spanien besserte sich die Situation deutlich.

Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung mehr als doppelt so hoch ist indes die Quote bei jungen Menschen unter 25 Jahren. In der Eurozone waren hier 20,7 Prozent arbeitslos, in der gesamten EU 18,6 Prozent. In Griechenland lag der Arbeitslosenanteil in dieser Gruppe bei 50,4 Prozent (im März), in Spanien bei 43,9 Prozent (im Mai) und in Italien bei 36,9 Prozent.

Allerdings lässt sich die Höhe der Jugendarbeitslosigkeit nicht direkt mit jener der Erwerbsbevölkerung insgesamt vergleichen, weil Studenten ohne Job ausgeklammert werden. Dies verkleinert die Bezugsgruppe und jeder einzelne Arbeitslose fällt stärker ins Gewicht.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bedeutung reiselustiger Senioren für Tourismusbranche wächst
Kiel (dpa) - Senioren werden nach Einschätzung des Tourismusexperten Martin Lohnmann für die Reisebranche immer wichtiger. "Ältere Menschen sind heute flexibler, fitter …
Bedeutung reiselustiger Senioren für Tourismusbranche wächst
Dax nimmt kleines Plus ins Wochenende
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat eine durchwachsene Woche mit einem kleinen Plus beendet. Das auf ein Rekordhoch gestiegene Ifo-Geschäftsklima stützte den Leitindex …
Dax nimmt kleines Plus ins Wochenende
Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück
Bei der Deutschen Bahn kommt die Führungsriege nicht zur Ruhe. Nach mehreren Beschlüssen zu Vorstandswechseln soll nun der Chefkontrolleur abtreten. Vorher hatte es …
Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück
Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück
Bei der Deutschen Bahn kommt die Führungsriege nicht zur Ruhe. Nach mehreren Beschlüssen zu Vorstandswechseln soll nun der Chefkontrolleur abtreten. Vorher hatte es …
Bahn-Aufsichtsratschef Felcht tritt Ende März zurück

Kommentare