Arbeitsmarkt in Bayern leicht erholt

- Nürnberg - Der Arbeitsmarkt in Bayern hat sich im September leicht erholt. Trotz eines überraschend deutlichen Rückgangs der Zahl der Arbeitslosen um 13 300 auf 419 200 sieht das Landesarbeitsamt in Nürnberg derzeit aber noch keine Anzeichen für die erwartete wirtschaftliche Belebung. Im Vergleich zum Vorjahr waren noch 46 100 mehr Menschen im Freistaat ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote sank im September um 0,2 Punkte auf 6,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 5,8 Prozent gelegen.

<P>Zum positiven Ergebnis im September hat nach Angaben des Präsidenten des Landesarbeitsamtes, Wolfgang Breunig, vom Donnerstag der verstärkte Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente, insbesondere bei Jugendlichen, beigetragen. Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) sprach von einer weiteren Stabilisierung am Arbeitsmarkt. Der Zuwachs der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr sei nur noch annähernd halb so hoch wie im Frühjahr.</P><P>Ende September gab es im Freistaat 50 000 offene Stellen. Das sind rund 25 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen lag dagegen mit 60 100 um knapp 14 Prozent über der des Vorjahres. Bei den über 55-jährigen Erwerbslosen ergab sich dagegen mit 57 100 ein Rückgang um gut 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.</P><P>Der nach wie vor verhaltene Einstellungsbereitschaft der Arbeitgeber begegneten die Arbeitsämter mit gezielter Arbeitsmarktpolitik. So profitierten in den ersten neun Monaten dieses Jahres 27 700 Menschen von Maßnahmen zur direkten Förderung regulärer Beschäftigung _ 10 200 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Teilnehmer an Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung lag dagegen mit 21 500 um 5800 unter der des Vorjahres.</P><P>Die Erwerbslosigkeit ist im September in allen 27 bayerischen Arbeitsamtsbezirken zurückgegangen. Die stärkste Abnahme gab es in Passau. Dort sank die Arbeitslosenquote im Vergleich zum August von 7,8 auf 7,3 Prozent. Freising mit 3,9 Prozent und Hof mit 10,9 Prozent markieren nach wie vor die Extremwerte in der Bandbreite der bayerischen Arbeitslosenquoten. </P>

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