Arbeitsmarkt: Coburg ist Bayerns Schlusslicht

- Coburg - Der Raum Coburg verzeichnete im vergangenen Jahr die ungünstigste Entwicklung aller 27 Arbeitsamtsbezirke in Bayern. Auf 14 500 Arbeitslose kamen dort im Jahresdurchschnitt lediglich 800 offene Stellen, das entspricht einer Relation von 18 zu 1, wie aus der Jahresstatistik der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Der Rückgang des Stellenbestandes um knapp 33 Prozent wurde allerdings von den drei oberbayerischen Bezirken Weilheim (36,7 Prozent), München (38,5 Prozent) und Freising (40,4 Prozent) übertroffen.

<P>In der Landeshauptstadt sowie in weiten Teilen Oberbayerns hat zwar die Zahl der Arbeitslosen binnen Jahresfrist um mehr als 20 Prozent zugenommen. Auf Grund der insgesamt aber geringen Erwerbslosigkeit kamen in Freising und Ingolstadt nur vier Arbeitslose auf eine offene Stelle. In München und Weilheim lag diese Relation bei 7 zu 1.</P><P>Bayernweit lag die Zahl der Arbeitslosen im Durchschnitt des vergangenen Jahres mit 447 100 um 15,7 Prozent über dem Wert von 2002. Den niedrigsten Anstieg verzeichnete Schweinfurt mit plus 5,9 Prozent, den höchsten Rosenheim mit 29,7 Prozent. Die Zahl der offenen Stellen sank im Jahresdurchschnitt um 24,7 Prozent auf 56 800. Die geringste Abnahme im Stellenbestand wiesen die Arbeitsamtsbezirke Bayreuth (minus 4,1 Prozent) und Bamberg (minus 4,6 Prozent) auf. Nach Einschätzung von Fachleuten verschärfen starke Pendlerströme aus dem benachbarten Thüringen die in der Region Coburg ohnehin schon angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt.</P>

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