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Arbeitsmarkt: Sommerflaute bleibt weitgehend aus

München - Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im August saisonbedingt um 9100 auf 333 300 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ergebe sich allerdings ein Rückgang um 85 800, berichtete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Nürnberg ­"Im Juli und August melden sich vor allem Schulabsolventen arbeitslos", begründete der Chef der Regionaldirektion, Andreas Stöhr, die Entwicklung. Zudem stellten die Betriebe in der Ferienzeit weniger neue Mitarbeiter ein. Die Arbeitslosenquote stieg im August um 0,2 Punkte auf 5,1 Prozent, lag damit aber um 1,3 Punkte unter dem Vorjahreswert.

Insgesamt befinde sich der Arbeitsmarkt in Bayern in einer guten Verfassung. So lag die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zuletzt (im Juni) mit 4 415 700 um 96 000 über dem Vorjahresniveau. Getragen werde der Zuwachs von 2,2 Prozent vor allem vom verarbeitenden Gewerbe sowie dem Bereich Vermietung und Unternehmensdienstleistungen. Dagegen gehe der Abbau der Beschäftigung im Kredit- und Versicherungswesen sowie in der Öffentlichen Verwaltung einschließlich der Sozialversicherungen weiter, berichtete die Regionaldirektion.

Saisonbedingt stieg die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren im Vergleich zum Juli um 32,5 Prozent auf 49 400. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich dennoch ein deutlicher Rückgang von 12 100 oder 19,6 Prozent. Die Zahl der offenen Stellen lag Mitte August mit 84 800 um 9,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Allerdings ging die Zahl der neu gemeldeten Stellen in der Wirtschaft nach Angaben der Regionaldirektion im August überraschend um 3,5 Prozent auf 31 700 zurück. Das waren dennoch 11,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Arbeitsministerin Christa Stewens (CSU) sieht die Dynamik am Arbeitsmarkt in Bayern ungebrochen. Es herrsche ein "stabiles Hoch". Traditionell sei der August "ein Monat zum Verschnaufen und Innehalten", betonte die Ministerin. Mit Neueinstellungen warteten die Firmen meist bis September. Positiv bewertete Stewens den Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit um 29,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wirtschaftsminister Erwin Huber (CSU) rechnet für die nächsten Monate mit einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit und einem Anziehen der Beschäftigung. "Wir haben im Freistaat gute Chancen, im Herbst die bisherige Höchstmarke bei der Beschäftigung von 4,5 Millionen zu knacken", erklärte er.

In vier der sieben Regierungsbezirke liegt die Arbeitslosenquote weiterhin unter der Fünf-Prozent-Marke. Mit 3,0 beziehungsweise 3,1 Prozent weisen die Agenturen in Freising und Ingolstadt die niedrigste Arbeitslosigkeit aus. Schlusslicht ist Hof mit 8,1 Prozent, gefolgt von Coburg und Weiden mit 7,3 Prozent sowie Nürnberg und Bayreuth mit jeweils 7,0 Prozent.

Artikel zu diesem Thema aus den Regionen:

Arbeitslosenquote klettert leicht auf 4,1 Prozent (Fürstenfeldbruck) Zahl der Arbeitslosen leicht gestiegen (Landkreis München) Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent (Ebersberg) Arbeitslosigkeit gesunken (Miesbach) Knapp 1200 Menschen ohne Job (Wolfratshausen) Arbeitslosigkeit: Erding in Bayern ganz oben (Erding)

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