Arbeitsmarkt noch nicht stabil

Berlin - Trotz Konjunkturbelebung haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast 1,5 Millionen Menschen ihren Job verloren - darunter auch viele qualifizierte Fachkräfte.

Über eine Million davon hatten eine betriebliche Lehre oder ein Studium abgeschlossen. Dies geht aus einer Auswertung des DGB-Arbeitsmarktexperten Wilhelm Adamy hervor, über die die “Saarbrücker Zeitung“ (Montag) berichtet. Das Papier liegt auch der Nachrichtenagentur dpa vor. Mit dem Wechsel von insgesamt 1,4442 Millionen Menschen aus der Beschäftigung in die Arbeitslosigkeit sei der Zugang gegenüber dem Vorjahr zwar um sechs Prozent rückläufig. Gleichwohl sei aber das Risiko, arbeitslos zu werden, auch für Qualifizierte nach wie vor groß, heißt es in der Analyse des Deutschen Gewerkschaftsbundes weiter.

Als Hauptgründe dafür nennt Adamy instabile und befristete Beschäftigungsverhältnisse, unzureichende Personalplanung der Unternehmen, wirtschaftlicher Strukturwandel und konjunkturelle Schwankungen. Gleichwohl gilt nach wie vor, dass mit zunehmender Qualifikation das Risiko der Arbeitslosigkeit sinkt. So werden Akamdemiker immer noch deutlich seltener arbeitslos als Beschäftigte mit abgeschlossener Lehre. Die geringsten Arbeitsmarktchancen haben Ungelernte.

dpa

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