Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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Beinahe Vollbeschäftigung

Das Arbeitsmarktwunder in Bayern geht weiter

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Die roten Flecken auf der Landkarte sind fast verschwunden. In beinah ganz Bayern herrscht Vollbeschäftigung. Gleichzeitig gibt es so viele Beschäftigte wie nie. Vor allem unter jungen Leuten ist die Arbeitslosigkeit zurückgegangen.

München– Es war die Wende: Erstmals seit sechs Jahren sank die Arbeitslosigkeit in Bayern im Jahr 2007 unter fünf Prozent. Heute, zehn Jahre später, herrscht im Freistaat quasi Vollbeschäftigung. Im September sank die Arbeitslosenquote auf 3,0 Prozent – die niedrigste Quote, die in Bayern im September jemals gemessen wurde. In 63 der 96 Kreise und kreisfreien Städte liegt die Quote bei drei Prozent oder darunter. Im Bundesdurchschnitt sank die Arbeitslosenquote auf 5,5 Prozent.

Laut der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren in Bayern im September 221 062 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sank die Zahl deutlich um 5,6 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr sogar um zehn Prozent. Die positive Entwicklung greife in allen Regierungsbezirken Bayerns und bei allen betrachteten Personengruppen, erklärte Ralf Holtzwart, Chef der Regionaldirektion Bayern, gestern bei der Vorstellung der Zahlen. „Besonders deutlich nahm die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen ab, was auf den Beginn des Schul- und Ausbildungsjahres zurückzuführen ist“, so Bayerns BA-Chef. Gerade für ausgelernte Azubis stelle sich die Situation am Arbeitsmarkt sehr erfreulich dar, erklärte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). In der Metall- und Elektroindustrie etwa liege die Übernahmequote bei 93 Prozent.

Während die Arbeitslosigkeit sinkt, steigt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. 5,45 Millionen Menschen in Bayern haben aktuell einen regulären Job. „Ein absoluter Rekordwert“, so Wirtschaftsministerin Ilse Aig-ner (CSU). Und es dürfte nicht der letzte Rekord gewesen sein. „Angesichts der gestiegenen Investitionen, des stabilen Konsumklimas und der guten Auftragslage sowohl im In- als auch im Ausland erwarten wir auch für Bayern einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit und einen anhaltenden Aufwärtstrend der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung“, glaubt Holtzwart.

Firmen in Bayern suchen nach wie händeringend Mitarbeiter. Zuletzt waren über 126 000 offene Stellen gemeldet – so viele wie nie zuvor. „Die Herausforderung in dieser guten Arbeitsmarktlage ist und bleibt, die quantitativ und qualitativ steigende Arbeitskräftenachfrage zu bedienen“, sagte Holtzwart. Das Problem: In über 80 Prozent der Stellenangebote suchen Firmen Personal auf Fachkräfteniveau oder mit höherem Abschluss. Dagegen stehen für die 86 000 arbeitslosen Helfer lediglich 24 000 passende Stellen zur Verfügung. Bayern werde daher seine Aktivitäten im Bereich der Fachkräfteausbildung verstärken, kündigte Aig-ner an.

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