+
Siemens-Chef Joe Kaeser 

Arbeitsplätze in Gefahr

Siemens: Weiterer Stellenabbau droht

München - Bereits im vergangenen Jahr hat Siemens-Chef Joe Kaeser einen enormen Stellenabbau angekündigt. Nun sollen vermutlich weitere Arbeitsplätze gestrichen werden.

Bei Siemens droht ein weiterer Stellenabbau. In der Sparte Prozessindustrie und Antriebe soll nach Informationen des „Handelsblatts“ eine vierstellige Zahl von Arbeitsplätzen in Deutschland gestrichen oder ins Ausland verlagert werden. Ein Konzernsprecher lehnte am Montag jeden Kommentar ab. Ein IG-Metall-Sprecher sagte, es liefen Gespräche, wollte sich aber ebenfalls nicht weiter äußern.

Die Sparte baut in Nürnberg, Berlin und anderen Werken große Elektroantriebe für die Öl-, Gas- und Bergbauindustrie. Wegen der niedrigen Ölpreise investieren die potenziellen Kunden nur noch wenig. Umsatz und Gewinn der Sparte sind im ersten Quartal gesunken. In Deutschland beschäftigt sie rund 16 000 Mitarbeiter.

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte auf der Hauptversammlung Ende Januar gesagt, die Sparte müsse unter einem neuen Führungsteam zu alter Stärke zurückfinden. „Das ist harte Arbeit“, weil sie mit einem Strukturwandel zu kämpfen habe. Im vergangenen Jahr hatte Kaeser bereits den Abbau von konzernweit etwa 13 000 Stellen angekündigt.

DPA

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brexit treibt Bank of America von London nach Dublin
London (dpa) - Umzug wegen Brexit: Die Bank of America will die Europa-Zentrale ihres Investmentbankings von London nach Dublin verlagern. Das sagte Vorstandschef Brian …
Brexit treibt Bank of America von London nach Dublin
Maas: Autokäufer dürfen nicht für Abgas-Nachrüstung zahlen
Politik und Konzerne ringen darum, wie der Schadstoffausstoß bei Diesel-Fahrzeugen gesenkt werden kann - und wer die Kosten trägt. Der Verbraucherminister warnt, auch …
Maas: Autokäufer dürfen nicht für Abgas-Nachrüstung zahlen
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück
Lidl und das Bundesamt für Verbraucherschutz warnen vor einem Produkt von Lidl. Es wurden darin Salmonellen gefunden. Auch bei Rewe gibt es einen Rückruf.
Vorsicht, Salmonellengefahr! Lidl und Rewe rufen Produkte zurück
Marktforscher GfK vor Börsenausstieg
Zeitenwende bei der GfK: Der Marktforscher hat die Kleinanleger aus dem Spiel genommen - und damit den Weg für einen Ausstieg von der Börse frei gemacht. Von dem Schritt …
Marktforscher GfK vor Börsenausstieg

Kommentare