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Schleifarbeiten an einer Werft. Die Bezahlung pro Arbeitsstunde ist innerhalb der EU extrem unterschiedlich. Foto: Stefan Sauer/Symbol

EU-Durchschnitt bei 25,40 Euro

Arbeitsstunde in Dänemark zehn Mal so teuer wie in Bulgarien

Luxemburg (dpa) - Das extreme Gefälle der Arbeitskosten innerhalb der Europäischen Union gleicht sich nur langsam an. 2016 lag die Spanne zwischen 4,40 Euro Kosten pro Arbeitsstunde in Bulgarien und 42 Euro in Dänemark, wie die Statistikbehörde Eurostat am Donnerstag meldete.

Deutschland lag mit 33 Euro oberen Mittelfeld der 28 EU-Staaten (Platz 8). Die Länder mit den niedrigsten Löhnen und Lohnnebenkosten meldeten die steilsten Anstiege - aber eben von einem sehr geringem Niveau aus: In Bulgarien wuchsen die Arbeitskosten binnen Jahresfrist um 7,8 Prozent, in Rumänien um 12,7 Prozent. Im Euroraum verbuchten die Baltenstaaten Estland, Lettland und Litauen mit 5,6 bis 7,5 Prozent die höchsten Zuwächse, lagen aber 2016 mit 7,30 bis 10,90 Euro pro Stunde immer noch niedrig.

Die Daten zeigen die Wohlstandsunterschiede in der EU. Politisch sind sie bedeutsam, weil Menschen aus den Niedriglohnländern oft besser bezahlte Arbeit in wohlhabenderen Mitgliedsstaaten suchen.

Im EU-Durchschnitt stiegen die Arbeitskosten um 1,6 Prozent auf 25,40 Euro. Einzig im wirtschaftlich angeschlagenen Italien gingen sie geringfügig zurück, um 0,8 Prozent. In Malta, den Niederlanden und Belgien blieben sie jeweils fast oder ganz unverändert.

In die Arbeitskosten im Sinne der EU-Statistik werden Löhne oder Gehälter in allen Wirtschaftsbranchen ohne die Landwirtschaft und den öffentlichen Dienst eingerechnet. Lohnnebenkosten wie Arbeitgeberbeiträge zu Renten-, Arbeitslosen- oder Krankenversicherung sind einbezogen.

Pressemitteilung von Eurostat

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