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Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick

Arcandor-Chef wehrt sich gegege Kritik an Millionen-Abfindung

Hamburg/Essen - Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick wehrt sich gegen Kritik an der 15 Millionen Euro hohen Abfindung im Fall seines Abgangs nach der Insolvenz des Handelsunternehmens.

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“Ich komme aus einfachen Verhältnissen und weiß, dass 15 Millionen Euro sehr viel Geld ist - auch für mich“, sagte er der “Bild am Sonntag “. Eine Diskussion darüber werde es geben und er wolle sie auch nicht verhindern. Der Vorstandsvorsitzende des krisengeschüttelten Handels- und Tourismuskonzerns könnte das Unternehmen bereits in der kommenden Woche verlassen, wenn voraussichtlich am Dienstag (1. September) die Insolvenzverfahren für die wichtigsten Arcandor-Gesellschaften eröffnet werden.

Die höchsten Manager-Abfindungen

Die höchsten Manager-Abfindungen

Zum genauen Zeitpunkt seines Arbeitsendes bei Arcandor (ehemals KarstadtQuelle) sagte Eick der “BamS: “Wenn am Dienstag der Insolvenzverwalter vom Gericht bestellt wird, werde ich ihn fragen, ob er mich noch braucht.“ Um seinen Schreibtisch zu räumen, brauche er 10 Minuten, sagte der Manager. Dass er Verantwortung für die Insolvenz trage, bestritt Eick: “Das weise ich mit allem Respekt zurück. Ich war keine sechs Monate operativ tätig und in so einer kurzen Zeit kann man keinen Konzern in eine lebensbedrohliche Schieflage bringen. Viele der Ursachen liegen in der Vergangenheit.“

Die Millionen-Abfindung stößt bei den Betriebsräten von Karstadt und Quelle auf scharfe Kritik. “Ich habe dafür kein Verständnis und kann den Frust vieler Angestellter darüber verstehen“, sagte Hellmut Patzelt, Konzernbetriebsrat bei Arcandor, der Zeitung. Die Kollegen hätten harte finanzielle Einschnitte hinter und vielleicht noch vor sich. Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende des Quelle-Betriebsrats Ernst Sindel: “Für uns ist nur schwer verständlich, dass Herr Eick eine so hohe Summe bekommt. Schließlich ist er als Manager gescheitert. Er wollte und sollte KarstadtQuelle retten. Für das Scheitern sollte man grundsätzlich nicht belohnt werden.“

dpa

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